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Winterthur streicht weitere Stellen in der Schweiz

Winterthur: Aderlass in der Verwaltung.

(Keystone)

Die Winterthur-Versicherung baut in der Schweiz weitere 200 Arbeitsplätze ab.

Ausserdem werden die Verkaufsabteilungen im Leben- und Nichtleben-Geschäft zusammengesetzt.

Die Credit-Suisse-Tochter Winterthur-Versicherungen streicht damit in der Schweiz insgesamt 680 Stellen. Sämtliche Geschäftsbereiche würden konsequent nach Sparpotenzial durchsucht, hatte die von der Börsenkrise gebeutelte Versicherung schon Anfang Jahr mitgeteilt.

Falls die Zahl der freiwilligen Abgänge nicht reicht, komme es zu Entlassungen. Vor Januar 2004 könnten jedoch keine Einzelheiten mitgeteilt werden, sagte Winterthur-Sprecher Ruedi Steiner.

Fündig wurde das neue Management um den deutschen Sanierer Leonhard Fischer nun im Verkauf: Die bis anhin getrennt geführten Verkaufsabteilungen im Leben- und Nichtleben-Geschäft werden bis Herbst 2004 zusammengelegt.

Verwaltung als Streich-Bereich

In den guten Zeiten sei die getrennte Führung der beiden Aussendienst-Organisationen wichtig gewesen, um die Marktführerschaft zu erlangen, sagte der Schweizer Chef der Winterthur, Philippe Egger laut Mitteilung. Nun habe sich das Umfeld aber geändert: "Die Kunden wollen in Versicherungs- und Vorsorgefragen vermehrt eine umfassende Beratung aus einer Hand", sagte er.

Auch aus Kostengründen sei die Fusion zwingend. Die mit einem Inlandprämienvolumen von 11,8 Milliarden Franken nach wie vor grösste Schweizer Versicherung rechnet mit dem Abbau von rund 200 Stellen. Im Aussendienst beschäftigt die Winterthur in der Schweiz gegenwärtig rund 1600 Personen.

Um ihren Job müssen vor allem Angestellte in der Verwaltung fürchten. Im Aussendienst selber soll dagegen nicht gespart werden.

Seit Anfang Jahr bereits 480 Stellen gestrichen

Seit Anfang Jahr hat die Winterthur in der Schweiz bereits 480 Stellen gestrichen: 350 in der Konzernzentrale und 130 in verschiedenen Bereichen des Leben-Geschäfts. Der Verkauf des Italien-Geschäfts, der britischen Churchill und der Republic in den USA für insgesamt rund fünf Milliarden Franken verringert den gesamten Stellenbestand der Winterthur Group zudem um rund 10'000 Angestellte.

Auch die Zahl der Generalagenturen in der Schweiz werde verkleinert. Die verbleibenden Agenturen würden dagegen grösser, sagte Steiner weiter. Die Winterthur verfügt noch über ein Netz von über 100 Generalagenturen.

Steiner wollte die erwarteten Kostensenkungen nicht beziffern. Sie seien "substanziell". Die neue Aussendienst-Organisation steht unter der Leitung von Peter Frick, der 20 Jahren bei der Winterthur-Gruppe arbeitet.

Vermögen von knapp 150 Milliarden

Weltweit beschäftigt die Gruppe noch rund 23'000 Personen. 2002 erzielte sie ein Prämienvolumen von 37,4 Milliarden Franken Mitte 2003 verwaltete sie Vermögen in der Höhe von knapp 150 Milliarden.

Analysten beurteilten die jüngste Massnahme aus Kostenüberlegungen positiv. Damit die Beratung aus einer Hand klappe, brauche es aber grosse Anstrengungen in der Ausbildung der Angestellten, meinten die Analysten der Zürcher Kantonalbank.

swissinfo und Agenturen


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