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Gericht: Novartis hat Frauen diskriminiert

Ein New Yorker Gericht hat den Schweizer Pharmakonzern schuldig gesprochen, Frauen bewusst diskriminiert zu haben. Laut dem Urteil der Geschworenen muss Novartis Wiedergutmachung leisten.

Dieser Inhalt wurde am 18. Mai 2010 - 08:24 publiziert

Novartis wurde für schuldig befunden, Frauen bei Beförderungen übergangen haben. Weiter soll das Pharmaunternehmen für gleiche Arbeit nicht den gleichen Lohn ausbezahlt sowie Schwangere benachteiligt haben.

Der seit fünf Wochen laufende Fall ist die grösste Klage wegen Diskriminierung gegen Frauen in den USA. Den zwölf Beschwerde führenden Frauen sprach die Jury Schadenersatzzahlungen zwischen 50'000 und einer 500'000 Dollar zu. Insgesamt muss Novartis Wiedergutmachungszahlungen von 3,36 Mio. Dollar leisten.

Das Urteil sende die deutliche Nachricht, dass Gleichstellung der Frau nicht nur auf Papier festgehalten werden könne, sondern im Betriebsalltag auch umgesetzt werden müsse, sagte David Sanford, einer der Hauptanwälte der Klägerinnen.

Novartis zeigte sich enttäuscht über den Entscheid der Jury. Eine
Sprecherin kündigte in einem Statement an, Novartis werde das Urteil
anfechten.

Der Klasse der Opfer in der vor acht Jahren aufgenommenen Klage können alle 5600 Novartis-Mitarbeiterinnen beitreten, die zwischen 2002 und 2007 beim Unternehmen Anstellung gefunden haben.

swissinfo.ch und Agenturen

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