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KMU: Nachholbedarf bei Patentschutz

Patent- und Markenschutz, das heisst Geistiges Eigentum ist nicht nur eine Angelegenheit von Grossfirmen. Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verfügen über Innovationen und Kreationen, die sie mit Patenten und Marken besser schützen sollten.

KMU haben einen gewaltigen Nachholbedarf beim Schutz immaterieller Güter. Mit neuen Angeboten und Instrumenten will das Eidg. Institut für Geistiges Eigentum (IGE) KMU zu einem bewussteren Umgang mit Patent- und Markenschutz motivieren.

In der Schweiz gibt es über 300'000 KMU. Sie investieren jährlich über 3 Mrd. Franken in Forschung und Entwicklung. Innovationsfreudigkeit und der richtige Umgang mit Geistigem Eigentum gehören zu den bedeutendsten Erfolgsfaktoren für Schweizer KMU, wie Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf am Montag vor den Medien in Bern erklärte.

Bei den KMU gibt es allerdings eine geringe Sensibilität gegenüber dem Thema. Hochschulstudien im Auftrag des IGE haben ergeben, dass zwei Drittel der befragten 7000 KMU ihre Innovationen und Kreationen nicht aktiv vor Missbräuchen oder Trittbrettfahrern schützen.

Wer sorglos mit seinen eigenen geistigen Leistungen umgehe, riskiere, geistiges Eigentum von Dritten zu verletzen oder selber Opfer von Trittbrettfahrern zu werden, stellt Grossenbacher fest. Es gebe aber auch KMU, die über das Ziel hinaus schiessen und zu viel Geld für Schutzmassnahmen aufwenden würden.

Unter dem Motto: "Gedacht. Gemacht. Geschützt." hat das IGE nun Massnahmen für einen bewussteren Umgang mit dem Geistigen Eigentum ergriffen. Als wichtigste Massnahme wurde am Montag ein neues Internetportal des IGE für KMU aufgeschaltet.

Hier werden Antworten rund um den Schutz von Innovationen sowie Kurzinfos zu einzelnen Schutzrechten und Praxiserfahrungen von Unternehmern geliefert.

swissinfo.ch und Agenturen


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