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SBB: Zusätzliche Investitionen in Milliardenhöhe nötig

Um die bestehende Infrastruktur zu erhalten, müssen die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in den nächsten Jahren zusätzliche Investitionen in Milliardenhöhe tätigen. Dabei seien innovative Lösungen gefragt, sagte Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi.

Dieser Inhalt wurde am 16. April 2010 - 15:02 publiziert

Eine von den SBB in Auftrag gegebene Expertise kam zum Schluss, dass für die Erhaltung des SBB-Netzes in den kommenden Jahren bis zu einer Milliarde Franken pro Jahr zusätzlich investiert werden müssten.

Das heutige Finanzierungs-System werde dem kostenintensiven System Eisenbahn nicht mehr gerecht, stellte Gygi fest. Um die Mehrkosten zu decken, seien innovative Lösungen gefragt. Die SBB wollten dabei mittels "Effizienzsteigerungen" einen "namhaften Beitrag" leisten.

Die öffentliche Hand werde nicht darum herum kommen, ihre Beiträge an die SBB zu erhöhen. Dabei sei es an der Politik zu bestimmen, welche Finanzquellen dafür erschlossen werden sollen. Ein Fonds, aus dem Investitionen und Folgekosten bezahlt werden könnten, bezeichnete Gygi als wünschenswert.

Allerdings würden wohl auch die Bahnkundinnen und -kunden nicht darum herum kommen, sich an der Finanzierung der Infrastruktur zu beteiligen. Dabei dürfe der Bogen aber nicht überspannt werden, betonte der Verwaltungsratspräsident.

SBB-Chef Andreas Meyer stellte in Aussicht, die Tarife "schrittweise" anzupassen. So soll etwa das Bahnfahren ausserhalb der Stosszeiten billiger und mittels Anreizen attraktiver werden.

Meyer ist überzeugt, dass die Kunden die Notwendigkeit von Preisanpassungen verstehen werden, wie er sagte. Voraussetzung sei aber, dass man qualitativ gute Produkte anbiete und mit guten Leistungen überzeuge.

Für das Jahr 2009 vermeldeten die SBB erneut schwarze Zahlen. Mit 369,5 Mio. Franken fiel der Konzerngewinn gegenüber dem Vorjahr um 44,8 Mio. Franken höher aus. Massgeblich beeinflusst wurde das Ergebnis durch den Erlös von 239,3 MiO. Franken aus Immobilienverkäufen.

swissinfo.ch und Agenturen

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