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DÜSSELDORF (awp international) - Der Kranbauer Demag Cranes hat im ersten Quartal seines neuen Geschäftsjahres erwartungsgemäss weiter schwer unter der Flaute des Welthandels gelitten. "Wir verzeichnen Stabilisierungstendenzen auf immer noch niedrigem Niveau. Ein Ende der schwachen Nachfrage in vielen wichtigen Märkten ist aber weiterhin noch nicht absehbar", sagte Vorstandschef Aloysius Rauen am Dienstag in Düsseldorf. In der Zeit zwischen Oktober und Dezember sank der Gewinn um rund drei Viertel auf 4,4 Millionen Euro, der Umsatz um fast ein Drittel auf 208,6 Millionen. Der für Industrieunternehmen wichtige Auftragseingang gab ebenfalls um rund ein Drittel nach. Mit den vorgelegten Zahlen lag Demag weitgehend im Rahmen der Erwartungen der Analysten.
Im frühen Handel büssten die Aktien rund 1,5 Prozent an Wert ein. Ein Händler sieht in der Bilanz des Kranbauers ein "gemischtes Bild". Die Umsätze und auch der Auftragseingang hätten die Erwartungen leicht verfehlt, hiess es in einer ersten Einschätzung. Das operative Ergebnis und der Überschuss seien dagegen "Punktlandungen".
PROGNOSE STEHT
Demag Cranes hält angesichts des weiter unsicheren Marktumfelds an seiner bisherigen Prognose für das Gesamtjahr fest und rechnet mit einem rückläufigen Umsatz und einer operativen EBIT-Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich
Im Geschäft mit Industriekränen brach der Auftragseingang im Jahresvergleich um gut 40 Prozent ein. In diesem spätzyklischen Geschäft mit langen Produktionszeiten schlägt die Nachfrageflaute voll durch. Kunden investierten im ersten Geschäftsquartal weiter vorsichtig, hiess es von Demag Cranes. Im Vergleich zum Vorquartal gab es immerhin ein Plus bei den Aufträgen - ob dieser Trend nachhaltig ist, sei aber noch nicht zu erkennen. Auch im Service-Geschäft müsse sich noch zeigen, ob die leicht verbesserte Auftragslage von Dauer sei. Im Hafengeschäft brachen die Neuaufträge um ein Viertel und beim Umsatz um gut 40 Prozent ein. Alle drei Segmente schrieben aber operativ schwarze Zahlen.
INTEGRATION
Fortschritte machte der Konzern bei seiner Integration. So sollen beispielsweise der Abbau von Doppelstrukturen im Vertrieb, Rechnungswesen oder der IT in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. Im Dezember hatte der Konzern angekündigt, dass die neuen Strukturen im Frühjahr stehen sollen.
Demag Cranes ist der weltgrösste Hersteller von Hafenmobilkränen, die Container an Land bewegen. Die Flaute der weltweiten Hafen- und Schiffslogistik in der Wirtschaftskrise macht diesem Geschäft sehr zu schaffen. Zu Beginn der Krise hatten dem Unternehmen noch die vollen Auftragsbücher aus den Boomjahren geholfen, nun gehört das Demag zu denjenigen Maschinenbauern, die erst spät von einem Anziehen der Konjunktur profitieren werden.
stb/sk/tw

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