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Wissenschaft und Technologie: Schweiz fällt zurück

Der Bereich Forschung und Entwicklung wächst in der Schweiz langsamer als anderswo. Keystone

Die Schweiz hält im Bereich Wissenschaft und Technologie nach wie vor einen Spitzenplatz inne, verliert aber gegenüber dem Ausland an Boden.

Dieser Inhalt wurde am 09. Januar 2003 - 15:50 publiziert

Bei den wissenschaftlichen Publikationen und Patenten liegt die Schweiz an der Spitze.

Laut der neuen Studie des Bundesamts für Statistik (BFS) "Wissenschaft und Technologie in der Schweiz, Bilanz des letzen Jahrzehnts" belegte die Schweiz punkto Ressourcen für Forschung und Entwicklung (F+E) 1990-2000 noch einen der vordersten Plätze unter den OECD-Ländern.

Weniger für Forschung und Entwicklung

Zwar wuchsen die Ausgaben für F+E in den 90er-Jahren von 9 auf 10,675 Mrd. Franken (2000). Der Anteil dieser Ausgaben am Bruttoinlandprodukt (BIP) verringerte sich aber von 2,73% (1996) auf 2,64% (2000).

So verlor die Schweiz gegenüber Japan, den USA, Schweden und Finnland an Boden, die ihren F+E-Anteil am BIP im gleichen Zeitraum vergrösserten: beispielsweise Japan von 2,77 auf 2,93%, Finnland von 2,54 auf 3,31%.

Weniger Personal

Auch der Anteil der im F+E-Bereich beschäftigten Personen wuchs in diesen Ländern rascher als in der Schweiz.

Im Jahr 2000 arbeiteten in der Schweiz 13 von 1000 Erwerbstätigen im Bereich F+E; 1996 waren es 12,7. In anderen Ländern wuchs dieser Anteil indes schneller; in Finnland arbeiten mittlerweile 19,6 von 1000 Erwerbstätigen in F+E, in Schweden 15,2 und in Japan 13,6 (im EU-Schnitt sind es 10,2).

Der Anteil der Personen im diplomüblichen Alter (23-26 Jahre), die eine Tertiärausbildung an einer Universität oder Fachhochschule abschlossen, liegt in der Schweiz mit 13,3% unter dem Durchschnitt der OECD-Länder mit 25,9%.

Bei Patenten die Nase vorn

Im Rennen um die wissenschaftlichen Publikationen und Patente liegt die Schweiz jedoch nach wie vor vorne. Die Zahl der Patentanmeldungen in der Schweiz wuchs 1990-98 von 45'886 auf 111'109. Der überwiegende Teil stammte indes von im Ausland lebenden Personen (42'459 respektive 108'922).

Die technologische Zahlungsbilanz der Schweiz ist seit 1985 positiv, sie führt also mehr technologische Kenntnisse und Dienstleistungen wie Patente, Lizenzverträge, Markennamen, Know-how aus als ein.

Für Informations- und Kommunikationstechnologien wendet die Schweiz am meisten von allen OECD-Ländern auf. Allerdings lag sie mit 74 mit dem Internet verbundenen Computern pro 1000 Einwohner im Juli 2001 unter dem Durchschnitt der OECD-Länder (101).

swissinfo und Agenturen

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