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Xamax bleibt oben

Ende gut - alles gut, heisst es für Spieler und Fans von Xamax Neuenburg.

(Keystone)

Neuchâtel Xamax wird auch in der kommenden Saison in der Super League – der obersten Liga im Schweizer Fussball - spielen. Die Neuenburger retteten sich im Barrage-Spiel gegen Vaduz.

Die Liechtensteiner hatten zuhause das 0:2-Handicap aus dem Hinspiel wettgemacht, ehe Mobulu M'Futi das erlösende 1:2 schoss.

Bis zur Halbzeit hatte der FC Vaduz vor der Saisonrekordkulisse von 3800 Zuschauern seinen Rückstand aus dem Hinspiel in Neuenburg (0:2) aufgeholt.

Mit bestmöglicher Chancenverwertung kamen die Spieler aus dem Ländle zu zwei Toren. In der 12. Minute schlich sich der eigentlich für die Defensivarbeit im Mittelfeld zuständige Franz Burgmeier in den Neuenburger Strafraum und köpfelte zum 1:0 ein.

Kurz nach Ablauf der ersten halben Stunde schloss der grossgewachsene Franzose Steve Gohouri die zweite Vaduzer Offensivaktion nach einem Eckball via Kopf mit dem zweiten Tor ab.

Die Neuenburger Nerven flatterten

Neuenburg war bis zu diesem Zeitpunkt deutlich überlegen. Doch scheiterte der spielerisch um eine Klasse bessere Super-League-Vertreter in beängstigender Regelmässigkeit am starken Vaduzer Goalie Carlos Silva.

"Wir begannen zu zittern", gab Xamax-Stürmer Alexandre Rey unumwunden zu. In der 47. Minute hätte eine Schuss von Marco Perez den Aussenseiter beinahe erstmals in diesem Duell in Vorteil gebracht.

Die Erlösung für Xamax besorgte dann der beste Xamaxien, Mobulu M'Futi. Der Stürmer aus dem Kongo traf in einer Phase, als Vaduz nun auch spielerisch im Vorteil schien, nach schöner Vorlage von Joel Griffiths. "Es war das einzige Mal, wo wir dem Gegner in der Defensive Raum liessen", analysierte Vaduz' Coach Martin Andermatt.

Spielgestalter gestört

Im Vergleich zum Hinspiel zeigte sich der FCV, trotz der bescheidenen Offensive stark verbesserte. Die Verteidigung um Daniel Hasler machte einen besseren Eindruck, und im Mittelfeld wurden die Kreise des Neuenburger Spielmachers Gérald Forschelet effizient gestört.

So verfing sich der wendige und schnelle M'Futi oft in Einzelaktionen, blieb aber stets gefährlich.

Als Andermatt nach der Partie urteilte, die besseren Einzelspieler hätten die Barrage entschieden, dachte er gewiss an den Kongolesen. Der zweite entscheidende Faktor war gemäss Andermatt die bessere Auswärtsleistung von Xamax.

Jetzt in La Chaux-de-Fonds

Im Hinspiel in Neuenburg und zur Dernière der Maladière, die einem neuen Komplex Platz machen muss, hätte es für die Liechtensteiner eine "Packung" absetzen können. Doch ausser Gérald Forschelet (28.) und Alexandre Rey (50.) traf kein Neuenburger ins Tor. Der ansonsten starke Forschelet leistete sich sogar den Luxus, kurz vor der Pause einen Elfmeter zu verschiessen.

Für Xamax endet die Saison damit doch noch versöhnlich. Der Mitte der Rückrunde beinahe unmöglich scheinende Klassenerhalt wurde geschafft.

In den nächsten drei Jahren muss Xamax allerdings wegen des Neubau der Maldière im "Exil" in La Chaux-de-Fonds spielen. "Das ist mit viel Unsicherheit verbunden. Uns fehlen noch Sponsoren, und mit den Vertragsverlängerungen und Verpflichtungen sind wir in Verzug", sagte Christophe Moulin, der Trainer der Neuenburger.

Wo spielt Rey?

Unsicher ist die Zukunft auch von Stürmer Alexandre Rey. Der 15-fache Internationale wird in den nächsten Tagen über eine Vertragsverlängerung verhandeln.

Ausser der Schweizer Naticoach Köbi Kuhn reagiert auf seine Stürmerprobleme mit einer EM-Nomination von Rey. "Falls er mich ruft, bin ich selbstverständlich bereit", so der 133-fache NLA-Torschütze.

Und Vaduz? Vaduz wird nächste Saison nochmals versuchen, der erste ausländische Verein in der Super League zu werden. "Nächstes Jahr sind wir der Topfavorit auf den Aufstieg", sagte Vaduz-Captain Martin Stocklasa.

swissinfo und Julien Oberholzer, sda.

Fakten

Die Barrage wurde erstmals ausgetragen. Um den letzten Platz in der Super League spielen der Zweitletzte der Super League und der Zweite der Challenge League ein Hin- und Rückspiel.

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In Kürze

Darf ein ausländischer Verein in der Schweizer Landesmeisterschaft mittun?

Die Swiss Football League hat kürzlich an ihrer ausserordentlichen GV in Bern den juristischen Weg zur Promotion von Vaduz geebnet.

Bei einem allfälligen Aufstieg der Liechtensteiner in die Super League würde die Spielberechtigung erteilt.

Dem Entscheid liegen diverse Bedingungen - offenbar auch finanzieller Art - zu Grunde.

Über die Details des vorerst auf sechs Jahre befristeten Vertrages haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

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