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Zahlreiche Demonstrationen und Aktionen zum Tag der Frau

In Zürich demonstrierten rund 2'000 Frauen für bessere Arbeits-Bedingungen im Gesundheitswesen.

(Keystone)

Am Tag der Frau haben am Donnerstag (08.03.) Frauen mit Demonstrationen und Aktionen in verschiedenen Schweizer Städten auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht. Nationalratspräsident Peter Hess gab an der Frühjahres-Session in Lugano seiner Hoffnung auf eine bessere Frauenvertretung Ausdruck.

In Lugano demonstrierten am Donnerstag-Nachmittag rund 200 Personen gegen Sparmassnahmen auf Kosten von Frauen. Am Abend verteilten Mitglieder der "Aktion Internationaler Frauenmarsch" auf der Piazza Dante Mimosen an Verkäuferinnen eines Warenhauses. Sie forderten einen Mindestlohn von 3000 Franken.

In Freiburg wurde vor dem Stadthaus gegen die Senkung der Kantonsbeiträge für Tagesmütter demonstriert. In Lausanne zog ein Demonstrationszug vom Bahnhof zum Stadtzentrum. Die grösste Demonstration mit über 2'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand am Abend in Zürich statt, wo die Aktion "Gsundi Gsundheitspolitik" auf die schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam machte und für Gleichstellung kämpfte. Die Demo wurde bewusst am Frauentag organisiert, weil die Berufe im Gesundheitswesen immer noch typische Frauenberufe seien.

Frauentram, Strassentheater und Gleichstellungspetition

Mit verschiedenen Aktionen thematisierten Frauen in weiteren Städten die Gleichstellungs-Problematik. Unter dem Motto "Frauen jubilieren! Wirklich?" stand ein Strassentheater in Luzern. Und In Bern haben Frauenorganisationen mit einer rollenden Plattform versucht, ihre Anliegen an eine breite Öffentlichkeit zu tragen. Das "Tram gegen Gewalt an Frauen" war den ganzen Tag gratis unterwegs.

Eine Petition für Chancengleichheit hat der Verband der Schweizerischen StudentInnen-Schaften der Schweizerischen Universitäts-Konferenz übergeben. Gefordert werden die Erhöhung des Frauenanteils, bessere Infrastruktur für studierende Eltern und die Einführung von Gender Studies und Gender Mainstreaming.

Schweiz muss noch aufholen

Auch von offizieller Seite wurde am Donnerstag auf die Geschlechterfrage hingewiesen. Nationalratspräsident Peter Hess nahm auf eine Studie der Interparlamentarischen Union Bezug, wonach die Schweiz mit einem Frauenanteil von 22 Prozent nur auf Platz 21 liegt. Zwar habe sich seit der Einführung des Frauenstimmrechts vor 30 Jahren viel verändert, sagte Hess. Der Frauenanteil sei aber noch ungenügend. Er hoffe, das 21. Jahrhundert werde zum Jahrhundert voller Gleichstellung in Politk, Wirtschaft und Gesellschaft.

swissinfo und Agenturen


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