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ZFS kauft Malaysian Assurance Alliance - Gesamtkosten bis zu 287 Mio USD (AF)

(Um Analystenstimmen und Angaben zum Aktienkurs ergänzt)
Zürich (awp) - Der Versicherer Zurich Financial Services (ZFS) kauft die Malaysian Assurance Alliance Berhad (MAAB) für rund 115 Mio USD. Nach der Akquisition plant Zurich eine Kapitalspritze für MAAB von bis zu 172 Mio USD, womit sich die Gesamtkosten der Akquisition auf bis zu 287 Mio USD belaufen, teilte der Versicherer am Montagabend mit.
Die Kapitalspritze sei notwendig, um das Unternehmen in Einklang mit den lokalen Kapitalunterlegungsrichtlinien zu bringen, so ZFS zur Begründung.
Verkäuferin ist die an der Börse in Kuala Lumpur kotierte MAA Holdings Berhad, deren Hauptgeschäft in der Erbringung und im Vertrieb von Versicherungsleistung via MAAB bestehe, heisst es weiter. MAAB erwirtschaftete 2010 Bruttoprämien von rund 476 Mio USD, wobei 320 Mio USD auf das Leben-Geschäft entfielen.
Der Erwerb werde die Präsenz in der Region Asia-Pacific stärken und sei ein Meilenstein in der Entwicklungsmärkte-Strategie, so ZFS. "Malaysia ist ein sehr attraktiver Markt mit einem bedeutenden wirtschaftlichen Potenzial sowie einer jungen und dynamischen Bevölkerung", wird CEO Martin Senn in der Mitteilung zitiert. Die Zustimmung der MAAB-Aktionäre vorausgesetzt, werde die Übernahme im dritten Quartal 2011 abgeschlossen.
Die Zurich stärke mit dieser Übernahme ihre Position in einer Wachstumsregion, schreiben die Autoren der Bank Wegelin. Nachdem am vergangenen Freitag die Reduktion der Beteiligung an der chinesischen Versicherungsgesellschaft New China Life abgeschlossen worden sei, folge nun der Beweis, dass die Zurich weiter an der Akquisitionsstrategie von kleinen Versicherungsunternehmen in Asien festhalte.
ZFS kaufe ein vielversprechendes Unternehmen für den Einstieg in den eher streng regulierten Markt Malaysia, zeigt sich auch Vontobel-Analyst Stefan Schürmann vom Zukauf überzeugt. Nach einer kleinen Akquisition in Indonesien und im Nahen Osten sowie dem Lateinamerika-Geschäft mit der Banco Santander, erziele die Gruppe nun in Malaysia einen Marktanteil von je 4% im Leben- und Schadenversicherungsgeschäft.
Gemäss Kepler-Analyst Fabrizio Croce passt die Akquisition bei ZFS ins Bild. Malaysia sei ein höchst attraktiver Markt mit einem sehr grossen Potential. Auch wenn die Akquisition Sinn mache, sei sie aber nicht ganz günstig gewesen, so Croce weiter. Da jedoch Lizenzen in Malaysia schwierig zu erhalten seien, sollte das Investment auch als strategisch wichtiger Schritt angesehen werden.
Die Transaktion beweise die starke Bilanz des Versicherers und zeige, dass ZFS im Hinblick auf ihre Cashflow-Generierung zuversichtlich sei, schreibt Schürmann weiter. Damit dürften sich auch die zuletzt aufgekommenen Zweifel an ihrer Fähigkeit zur Dividendenausschüttung etwas zerstreuen.
Die Bank Vontobel hält an ihrer "Kauf"-Empfehlung mit einem Kursziel von 280 CHF fest. Derweil bestätigte Fabrizio Croce das Rating mit "Hold" und einem Ziel von 263 CHF. Die Wegelin-Autoren rechnen nach dem starken Kursrücksetzer der vergangenen Wochen nicht mit einer nachhaltigen Trendwende bei den Zurich-Papieren. Dazu seien die Unsicherheiten bezüglich Regulation und Risiken in den Finanzmärkten zu gross.
Am Dienstag tendieren die ZFS-Titel bis um 10.50 Uhr etwas besser als der Gesamtmarkt (SMI: +0,50%) und legen um 0,8% auf 215,70 CHF zu. Die Branchennachbarn Bâloise (+1,6%) oder Swiss Life (+0,8%) sowie im europäischen Vergleich Allianz (+1,4%) oder Axa (+1,4%) können ebenfalls zulegen.
cc/mk/uh

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