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Zürich (awp) - Die Zurich-Gruppe hat im ersten Quartal 2011 einen deutlichen Ergebnisrückgang verzeichnet. Auf die Geschäftsentwicklung des Erstversicherers drückten hohe Belastungen aus Naturkatastrophen, Grossschäden bei multinationalen Grosskunden und die nur langsam vorankommende konjunkturelle Erholung in den USA und einigen Ländern Europas. Die ZFS verfehlte die Markterwartungen und verliert an der Börse stark an Wert.
Der Reingewinn der Gruppe sank um 32% auf 637 Mio USD. Der operative Gewinn (Business Operating Profit - BOP) ging um 33% auf 849 Mio USD zurück, wie die Zurich am Donnerstag mitteilte. Der Gesamtumsatz der Gruppe, bestehend aus Bruttoprämien, Policengebühren, Beiträge mit Anlagecharakter und Managementgebühren, sank um 6% auf 17,9 Mrd USD.
HOHE BELASTUNGEN
Die Stürme und Überschwemmungen in Australien, das Erdbeben in Neuseeland und insbesondere die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan belasteten die Quartalsrechnung zusammen mit 517 Mio USD vor Steuern (bisherige Schätzung: 500 Mio). Nebst diesen Kosten lasteten im Nichtlebengeschäft (General Insurance) Grossschäden von Kunden im Umfang von 588 Mio USD auf das Ergebnis.
Die Combined Ratio verschlechterte sich dadurch auf 103,6% nach 99,0% im Vorjahr. Dabei seien knapp 7 Prozentpunkte (PP) des Anstiegs auf Naturereignisse und über 8% auf weitere Grossschäden zurückzuführen, erklärte CFO Dieter Wemmer an einer Telefonkonferenz. Auf der Gegenseite entlastete die Auflösung von Reserven für frühere Jahre den Schaden-Kosten-Satz mit knapp 4%.
Der BOP in General Insurance ging um 56% auf 276 Mio USD zurück, das Geschäftsvolumen wuchs um 1% auf 10,1 Mrd USD (-2% in LW). Die Zurich fokussierte sich dabei auf profitables Wachstum und konnte im Durchschnitt Prämiensatzerhöhungen von knapp 3% durchsetzen. Wachstumstreiber waren das Global-Corporate-Geschäft sowie die Aktivitäten in Lateinamerika und in der Region Asien-Pazifik.
GLOBAL LIFE: WACHSTUM MIT NEUGESCHÄFT
Im Lebengeschäft (Global Life) stieg der Wert des Neugeschäfts in Lokalwährungen um 17%. Trotz des Drucks auf die Umsätze in Spanien und Irland verbesserte sich die Neugeschäfts-Marge auf 27,1% nach 22,7%. Das Neugeschäftsvolumen (Jahresprämienäquivalent/APE) stieg um 2%. Zur Volumensteigerung habe eine breitere geografische Abstützung in Märkten mit höheren Wachstumsraten beigetragen, so etwa in Lateinamerika, Asien-Pazifik und im Nahen Osten.
Insgesamt ging das Geschäftsvolumen Global Life aber um 5% auf 6,38 Mrd USD zurück. Der BOP der Sparte erhöhte sich im Gegenzug um 3% auf 362 Mio USD. Bei Farmers, die für den US-Partner Farmers Exchanges Management-Dienstleistungen erbringt, gingen die Gebühreneinnahmen um 3% auf 682 Mio USD zurück und der BOP sank um 18% auf 380 Mio USD.
Mit den Kapitalanlagen erzielte die Zurich ein um 14% rückläufiges Netto-Ergebnis von 1,70 Mrd USD. Die Anlagerendite sank leicht auf 0,9%. Mit nicht realisierten Gewinnen und Verlusten ergibt sich eine Gesamtrendite von 0,3% nach 2,1% im Vorjahr. Steigende Renditen auf Staatsanleihen und höhere Zinssätze bei Unternehmensobligationen führten zu einer Tieferbewertung der Schuldpapiere um 1,1 Mrd USD.
SOLIDE KAPITALISIERT
Der Erstversicherer bleibt aber weiterhin solide kapitalisiert. Nach dem seit Jahresanfang geltenden Kapitalregime Swiss Solvency Test (SST) errechnet sich ein hoher Solvabiliäts-Quotient von 223%. Ausserdem habe die Ratingagentur Moody's im März die Finanzkraft-Ratings hoch gestuft, hiess es.
Das Eigenkapital sank seit Jahresende um 6% auf 30,1 Mrd USD. Die Eigenkapitalrendite zum Reingewinn belief sich auf 8,3% nach 11,4% und auf Basis BOP auf 8,4% gegenüber 12,9%. Mittelfristig strebt ZFS auf Basis BOP aber eine Rendite von 16% an.
Weiter verlängerte die Zurich mit der Deutschen Bank eine Vereinbarung zum Vertrieb von Lebens- und Schadenversicherungsprodukten in Deutschland bis Ende 2022.
An der Börse geben ZFS am Nachmittag um 4,2% auf 233,30 CHF nach und steht damit nahe am Jahrestiefststand von 231,30 CHF. Der Gesamtmarkt (SMI) verliert 0,89%.
mk/dl

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