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ZFS Q1: Gewinn um 76% höher - Combined Ratio überraschend gut (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 06. Mai 2010 - 15:10 publiziert

Zürich (awp) - Zurich Financial Services (ZFS) hat im Geschäftsjahr 2010 einen guten Start hingelegt. Der Versicherer ist im ersten Quartal im Global-Life- und Famers-Geschäft kräftig gewachsen. General Insurance verharrte zwar auf dem Niveau des Vorjahresquartals, überraschte aber angesichts der zahlreichen Naturkatastrophen mit einem unerwartet geringen Anstieg der Combined Ratio. Für etwas Enttäuschung sorgte hingegen das gegenüber Ende 2009 tiefere Eigenkapital.
Der Reingewinn stieg im ersten Quartal um 76% auf 935 Mio USD und der Business Operating Profit (BOP) um 19% auf 1'259 Mio USD, wie der Versicherer am Donnerstag mitteilte. Hingegen sank das Eigenkapital per Ende März auf 28,2 (Ende 2009: 29,3) Mrd USD oder um 4%. Abgegangen ist in der Berichtsperiode die Dividendenausschüttung von 2,2 Mrd USD. Die Solvabilitätsrate lag bei 212% nach 195% Ende Dezember. Im Quartalsvergleich wird die den Aktionären zurechenbare Eigenkapitalrendite ohne Vorzugspapiere mit 13,2 (VJ 10,3)% ausgewiesen. Die Rendite auf Basis BOP lag mit 13,5 (15,5)% unter den angestrebten 16%.
NATURKATASTROPHEN PRÄGEN GENERAL-INSURANCE-GESCHÄFT
Im Bereich General Insurance verdiente ZFS Bruttoprämien und Policengebühren von 10'010 Mio USD, was in USD einer Steigerung um 2% gegenüber dem Vorjahresquartal, jedoch in Lokalwährungen einem Rückgang um 4% entspricht. Im Neugeschäft konnten allerdings durchschnittlich 2,3% höhere Prämien durchgesetzt werden. CFO Dieter Wemmer erwartet, dass dem auch im Jahresverlauf so bleibt. Die Combined Ratio verschlechterte sich auf 99,0 (95,8)%, entwickelte sich aber dennoch besser als im Markt erwartet. Der BOP sank um 30% auf 621 Mio USD.
Die im April abgegebene Schätzung des Schadens aus dem Erdbeben in Chile von 200 Mio USD sei weiterhin gültig, sagte der CFO an einer Telefonkonferenz. Im Weiteren bezifferte er die Schadenlast aus dem Wintersturm Xynthia auf rund 30 Mio USD. Das Exposure im Falle der weiteren Wetterereignisse in der Berichtsperiode sei gering. Für Versicherungsdeckungen aus dem Schadenfall der Erdölförderplattform Deepwater Horizon dürften gemäss Wemmer maximal 20 Mio USD anfallen.
MARKANTE ZUWACHSRATEN IM GLOBAL-LIFE- UND FARMERS-GESCHÄFT
Im Global-Life-Geschäft stieg der BOP um 58% auf 351 Mio USD. Das Jahresprämienäquivalent aus dem Neugeschäft nahm um 16% auf 833 Mio USD zu. Die Gewinnmarge aus dem Neugeschäft wird nach Steuern mit 21,9% (VJ 20,6%) ausgewiesen und der Wert des Neugeschäfts nach Steuern mit 183 Mio USD 23% höher.
Der BOP von Farmers nahm um 43% auf 462 Mio USD zu. Das Bruttomanagementergebnis stieg um 10% auf 342 Mio USD.
Bei durchschnittlichen Kapitalanlagen von 194'641 Mio USD (+10%) erreichte das Gesamtergebnis aus diesen Anlagen 1'970 (VJ 759) Mio USD, was einer Rendite von 1,0 (0,4)% entspricht. Die Gesamtanlagerendite wird mit 2,1 (-0,4%) angegeben.
VERHALTENE ZUVERSICHT
Die ZFS will weiterhin wachsen. Allerdings bleibt das geschäftliche und wirtschaftliche gemäss Wemmer "herausfordernd". In der westlichen Hemisphäre rechne er so mit einer leicht negativen Entwicklung, während das Geschäft im asiatischen Raum und in Lateinamerika deutlich anziehen sollte. Die Versicherungsindustrie hinke jeweils etwa zwölf bis 15 Monate hinter der Wirtschaftsentwicklung her. Allerdings erwarte er, dass das Geschäft mit Firmengrosskunden schneller wieder anziehe, so Wemmer weiter.
Gleichzeitig hält der CFO weiterhin höhere Prämiensätze im Neugeschäft für möglich. Allerdings werde vor allem in Grossbritannien und Italien starken Wert auf die Qualität des Geschäfts gelegt. Generell sieht er zahlreiche Wachstumsmöglichkeiten, "über die zu gegebener Zeit informiert werden soll".
Im Weiteren wurden die Zielsetzungen der "The Zurich Way"-Initiativen sowie das mittelfristige Ziel einer BOP-Rendite von 16% bestätigt. Mit "The Zurich Way" strebt ZFS für 2010 und 2011 Verbesserungen im Umfang von jährlich mindestens 900 Mio USD nach Steuern an.
rt/ra

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