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ZFS Q1: Reingewinn sinkt um 32% auf 637 Mio USD - Naturkatastrophen belasten

Zürich (awp) - Der Erstversicherer Zurich Financial Services (ZFS) hat im ersten Quartal 2011 einen Rückgang des Gewinns um 32% auf 637 Mio USD hinnehmen müssen. Grund für diesen Rückgang seien in erster Linie die hohen Schadenbelastungen aus Naturkatastrophen, teilt die Zurich am Donnerstag mit. Der operative Gewinn (Business Operating Profit - BOP) sank um 33% auf 849 Mio USD.
Das Quartal sei von den schweren Naturkatastrophen in der Region Asien-Pazifik beeinflusst gewesen, heisst es weiter. Die Stürme und Überschwemmungen in Australien, das Erdbeben in Neuseeland und insbesondere die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan belasteten die Quartalsrechnung zusammen mit 517 Mio USD vor Steuern. Der Versicherer hatte Ende März in einer Ersteinschätzung eine Belastung von 500 Mio erwartet. Im Nichtlebenbereich (General Insurance) verschlechterte sich die Combined Ratio auf 103,6% nach 99,0% im Vorjahr.
Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital sank seit Jahresende 2010 per Ende März 2011 um 6% auf 30,1 Mrd USD. Die Eigenkapitalrendite zum Reingewinn (ohne Vorzugspapiere) belief sich auf 8,3% nach 11,4% und auf Basis BOP auf 8,4% gegenüber 12,9%. Mittelfristig strebt ZFS auf Basis BOP eine Rendite von 16% an.
Die Gruppensolvabilität basierend auf dem Schweizer Solvenztest (SST) beträgt für das Geschäftsjahr 223%. Die Gesamtrendite der Kapitalanlagen der Gruppe lag bei 0,3% nach 2,1% im Vorjahr.
Die Zurich verfehlte mit den wichtigsten Kennzahlen die Vorgaben der Analysten. Diese erwarteten im Vorfeld einen Gewinn von durchschnittlich (AWP-Konsens) 751 Mio USD und den BOP bei 1'007 Mio. Die Erwartungen für die Combined Ratio lagen bei 102,4% und für das Eigenkapital bei 30,1 Mrd USD.
Der Gesamtumsatz der Gruppe, bestehend aus Bruttoprämien, Policengebühren, Beiträge mit Anlagecharakter und Managementgebühren, sank um 6% auf 17,9 Mrd USD. Im Nichtlebenbereich weist die Zurich einen leichten Anstieg um 1% (-2% in LW) und in der Lebensparte einen Rückgang um 5% (-7%) auf.
In dem von Naturkatastrophen geprägten Quartal habe die Zurich erneut eine solide operative Leistung vorgelegt, wird CEO Martin Senn in der Mitteilung zitiert. Nebst den Unwettern seien die Ergebnisse auch von der langsamen wirtschaftlichen Erholung in den USA und vielen Ländern Europas geprägt gewesen.
Allerdings machte die Gruppe "signifikante" strategische Fortschritte, indem sie ihre Präsenz in aufstrebenden Märkten festigte und ihre Position im Bankvertrieb stärkte. Mit der Deutschen Bank verlängerte die Zurich die bestehende Vertriebsvereinbarung. Die Vereinbarung bezweckt die Verlängerung der Zusammenarbeit im Vertrieb von Lebens- und Schadenversicherungsprodukten in Deutschland für weitere 10 Jahre bis zum 31. Dezember 2022.
mk

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