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(Mit Angaben aus der Medienkonferenz)
Zürich (awp) - Der Erstversicherer Zurich Financial Services hat im vergangenen Geschäftsjahr den Gewinn in einem schwierigen Marktumfeld gesteigert. Wie vielerorts erwartet, verzichtet die Zurich im laufenden Jahr auf Aktienrückkäufe. Die Aktionäre sollen aber in den Genuss einer mit 16 (VJ 11) CHF deutlich höheren Dividende kommen. An der Börse hat diese Nachricht starke Avancen ausgelöst.
Der erst seit Anfang Jahr amtierende, neue CEO Martin Senn blickte mit Stolz auf die "sehr gute Performance". Die Zurich befinde sich in einer beneidenswert starken Position, sagte er am Donnerstag an der Bilanzmedienkonferenz. So könne die Gruppe im Falle einer Markterholung die sich bietenden Chancen nutzen und sei gleichzeitig für eine allfällige weitere Marktkorrektur gut gewappnet.
Martin Senn machte in seinen Ausführungen zudem klar, dass er gewillt ist, an der Strategie seines Vorgängers James Schiro festzuhalten. "Operative und finanzielle Disziplin werden weiterhin unsere zentralen Prinzipien sein. Und wir halten an unseren Zielen, profitabel zu wachsen und uns operativ zu verbessern, fest."
GEWINN GESTEIGERT
Die ZFS steigerte den Gewinn im Jahr 2009 um 6% auf 3,2 Mrd USD. Der operative Gewinn (Business Operating Profit - BOP) erhöhte sich um 8% auf 5,6 Mrd USD und übertraf damit die meisten Analystenschätzungen. Die operative Eigenkapitalrendite bewegte sich mit 17,2% deutlich über dem mittelfristig angestrebten Ziel von 16%.
Zu der guten Performance hätten alle Geschäftssegmente beigetragen, so Senn. In der Schadenversicherung (General Insurance) verbesserte die Zurich die Combined Ratio auf 96,8 (98,1)%. Der BOP sank in US-Dollar um 2% auf 3,5 Mrd, in Lokalwährungen kam es zu einem leichten Anstieg um 1%. Die Bruttoprämien sind dagegen um 8% (-4% in LW) auf 34,2 Mrd USD zurückgegangen sind.
Der Fokus in der Schadenversicherung sei auf die Verteidigung starker Gewinnmargen mittels einer bewussten Gestaltung der Prämiensätze und Risikoauswahl gestanden. Daher habe man auch auf das Zeichnen von weniger rentablem Geschäft verzichtet oder die Preise entsprechend angehoben, meinte Finanzchef Dieter Wemmer in seiner Präsentation. Preiskorrekturen musste ZFS vor allem im Motorfahrzeuggeschäft in Grossbritannien vornehmen. Probleme bereitet dasselbe Geschäft etwa auch in Italien.
STARKES WACHSTUM IM LEBENGESCHÄFT
Im Lebengeschäft (Global Life) erhöhte sich der BOP in Lokalwährungen um 5% auf 1,5 Mrd USD. Die Prämieneinnahmen kletterten um 19% (+28% in LW) auf 26,0 Mrd USD. Der Wert des Neugeschäfts nahm in Lokalwährungen um 9% auf 782 Mio USD zu.
Als Wachstumstreiber nannte Wemmer die Bank-Insurance-Aktivitäten in Spanien. Im Jahr 2008 hat die Zurich dort 50% des Versicherungsgeschäfts der Banco Sabadell übernommen. Allerdings hätten sich auch das Kundensegment Corporate Life & Pensions in Grossbritannien, das Geschäft mit unabhängigen Finanzvertriebsgesellschaften und Brokern sowie die Private Banking Client Solutions erfreulich entwickelt.
Im Segment Farmers sind die Managementgebühren um 9% auf 2,7 Mrd USD gestiegen. Der BOP erhöhte sich um 15% auf 1,6 Mrd USD. Die Integration des von AIG übernommenen US-Autoversicherungsgeschäft unter der Marke 21st Century laufe gut, so Wemmer.
STARK GESTIEGENES EIGENKAPITAL
Die Erholung an den Finanzmärkten machte sich auch in der Rechnung der Zurich bemerkbar. Auf den durchschnittlichen Kapitalanlagen von 187,6 Mrd USD (+1%) erzielte die Gruppe eine Anlagerendite von 3,2 (3,1)%. Die Gesamtanlagerendite belief sich auf 6,3 (1,0)%.
Das Eigenkapital stieg dank dem Jahresgewinn und den Veränderungen der nicht realisierten Gewinnen/Verlusten um 34% auf 29,7 Mrd USD deutlich an. Die Solvabilitätsrate lag bei 198% nach 209% Ende September auf einem nach wie vor komfortablen Niveau. Ende 2008 lag die Solvenz noch bei 160%.
Die ZFS-Aktie gehört am Donnerstag in einem schwachen Gesamtmarkt (SMI: -1,08%) zu den grössten Gewinnern und legt gegen 15 Uhr um 5% auf 243,40 CHF zu.
mk/rt

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