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Zug (awp) - Die Zuger Kantonalbank (ZGKB) hat im ersten Semester 2010 das erschwerte Geschäftsumfeld mit den tiefen Zinsen zu spüren bekommen und muss einen Gewinnrückgang ausweisen. Zwar rechnet das Institut mit einem leicht besseren zweiten Halbjahr, den Rekordgewinn des Vorjahres wird sie aber nicht erreichen, wie sie am Freitag mitteilte. Dennoch stellt die ZGKB eine unveränderte Dividende für 2010 in Aussicht.
Der Bruttogewinn lag in den ersten sechs Monaten 2010 um 7,9% tiefer bei 58,4 Mio CHF. Vor allem dank gesunkenen Wertberichtigungen und Rückstellungen ging der Halbjahresgewinn mit einem Minus von 5,2% auf 30,3 Mio CHF etwas weniger zurück. Das Resultat liege im Rahmen der eigenen Erwartungen, schreibt die ZGKB.
ENGERE ZINSMARGE
In ihrem wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, bekam die Bank die immer enger werdende Zinsmarge und die Kosten für die Absicherung der Bilanz gegen steigende Zinsen zu spüren. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft sank um 3,7% auf 78,4 Mio CHF.
Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft verbesserte sich der Erfolg mit einem Plus von 0,3% auf 19,4 Mio CHF nur geringfügig. Weiterhin seien die Anleger verunsichert und agierten dementsprechend vorsichtig, schreibt die Bank. Im Handelsgeschäft erzielte das Institut einen um 2,0% tieferen Erfolg von 5,7 Mio CHF.
Dagegen erhöhte sich der Geschäftsaufwand um 3,8% auf 47,3 Mio CHF. Der Grund war nicht zuletzt eine Erhöhung des Personalbestands um sieben Vollzeitstellen: Es handle sich um eine gezielte Investition, sagte der Präsident der Geschäftsleitung, Pascal Niquille, am Freitag gegenüber AWP. Das Kosten/Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich etwas auf 44,8% von 41,8%, womit die Bank aber weiterhin im Zielband bleibe.
KREDITRISIKEN IM GRIFF
Ihre Kundenausleihungen erhöhte die ZGKB um weitere 4,7% auf 9,053 Mrd CHF wobei die Hypothekarforderungen um 4,3% auf 8,390 Mio CHF zulegten. Ihre Kreditrisiken sieht das Staatsinstitut weiterhin im Griff: Die Bank verfüge über ein Kreditportefeuille mit hoher Qualität. Entsprechend verringerte die ZGKB ihre Wertberichtigungen und Rückstellungen im Semester um einen Drittel auf 2 Mio CHF.
Im Kanton Zug sei die Bautätigkeit ungebrochen hoch, wobei für einen grossen Teil der Wohnungen bereits lange vor Baubeginn Käufer da seien, so die Bank. Das zeige eine "gesunde Nachfrage bei einem tendenziell steigenden, aber nicht überhitzten Preisniveau".
Die Kundengelder erhöhten sich in den ersten sechs Monaten des Jahres noch um 0,1% auf 7,423 Mrd CHF. Der Zuwachs habe sich damit wieder auf die Zeiten von vor der Krise normalisiert, sagte Niquille. Die Bilanzsumme der ZGKB sank im ersten Halbjahr um 1,6% auf 10,272 Mrd CHF.
Auf der Aktivenseite reduzierte die Kantonalbank vor allem die Forderungen gegenüber Banken: Das sei bei den derzeitigen Kurzfristzinsen ein Geschäft, das sich derzeit nicht lohne, kommentierte Niquille. Auf der Passivseite wurden zwei Obligationen von 360 Mio CHF zurückbezahlt.
HÖHERES KREDITVOLUMEN
Für das zweite Halbjahr rechnet der ZGKB-Chef mit einer etwas besseren Gewinnsituation als im 1. Halbjahr. Dabei werde vor allem im Zinsgeschäft das höhere Kreditvolumen spürbar werden. Eine leichte Zinserhöhung durch die SNB werde sich seiner Einschätzung nach nicht wesentlich auswirken, sagte Niquille. Aus heutiger Sicht geht die Bank davon aus, dass sie ihren Aktionären für das laufende Jahr eine unveränderte Dividende von 175 CHF pro Aktie entrichten wird.
Die Analystin der Bank Vontobel zeigte sich in einem Kommentar positiv überrascht vom Resultat: Insbesondere sei der Zinsertrag "besser als befürchtet" ausgefallen. Sie will deshalb ihre Gewinnschätzung für 2010 anheben, belässt ihr Rating aber auf "Hold" mit einem Kursziel von 4'600 CHF. An der Börse wurden bis 10.30 Uhr elf Aktien gehandelt, der Kurs steht mit 4'751 CHF um 0,02% über dem Vortag.
tp/ra

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