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Zürcher Bischof kritisiert Papst-Dokument

Weihbischof Peter Henrici

(Keystone)

Der Zürcher Weihbischof Peter Henrici hat massive Kritik an dem päpstlichen Dokument "Dominus Jesus" geübt. Er setzt weiterhin auf Ökumene.

Die Äusserungen wirkten wie eine "dritte kalte Dusche" nach der Auseinandersetzung um den Ablass und der Seligsprechung von Pius IX., schreibt Henrici in seinem Weihnachtsbrief an die Seelsorgerinnen und Seelsorger. Für seine Haltung wird der Bischof am Donnerstag 11.01.) in der konservativen schweizerischen "Katholische Wochenzeitung" scharf kritisiert.

Der 72-jährige Weihbischof beurteilt das Dokument als "ebenso unglücklich wie heilsam": Einerseits habe es die ökumenischen Aussagen des II. Vatikanischen Konzils "unsensibel und wahrheitsentstellend" wiedergegeben.

Anderseits aber habe es zu neuen, vertieften ökumenischen Gesprächen und zur wiederholten Bekräftigung geführt, dass die katholische Kirche ihrem ökumenischen Engagement treu bleiben wolle. Er werde jedenfalls "Dominus Jesus" zum Thema seiner Fastenpredigten machen, kündigte Henrici an.

Mit seinen Aussagen gehe Henrici "weit über die bisher geäusserte Skepsis seiner Mitbrüder im Bischofsamt" hinaus, schreibt die "Katholische Wochenzeitung". Er widerspreche dem Papst diametral, wenn er schreibe, dass "die eine Kirche Jesu Christi in vielen verschiedenen Kirchen estistiert - und trotzdem die 'una sancta' das Leitbild bleibt".

Gemäss dem Pressesprecher Henricis, Georg Rimann, entsprechen die Aussagen des Weihbischofs dessen "bekannter differenzierter Haltung". Der Kritik einer "relativ kleinen Splittergruppe" dürfe nicht zuviel Gewicht beigemessen werden.

swissinfo und Agenturen

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