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Zürich bezahlt die Zeche für Davos

Der Sachschaden in Zürich nach den Krawallen von Anti-WEF-Demonstrierenden ist hoch.

(Keystone)

Davos war am Wochenende für die meisten nicht am Weltwirtschafts-Forum (WEF) Teilnehmenden abgeriegelt. Aufgebrachte Demonstrationswillige wichen deshalb nach Zürich aus. Die Bilanz: hoher Sachschaden und viel Kritik am Sicherheits-Dispositiv in Davos.

Laut Angaben der Stadtpolizei Zürich vom Sonntag (28.01.) entstand dort bei der Anti-WEF-Demonstration am Samstagabend ein Sachschaden von mehreren 100'000 Franken. 121 Personen wurden verhaftet. 35 waren am Sonntagabend noch in Haft.

Drei Polizisten wurden laut Polizeiangaben durch Steinwürfe leicht verletzt. Die Anti-WTO-Koordination sprach von mehreren Dutzend Verletzten aus den Reihen der Demonstranten. Zwei von ihnen hätten mit schweren Augenverletzungen ins Zürcher Universitätsspital eingeliefert werden müssen.

Die Polizei ging mit massivem Tränengaseinsatz und Gummischrot gegen die fast 1'000 Aktivistinnen und Aktivisten vor, die von Landquart in Zügen und Bussen angereist waren. Die Demonstrierenden skandierten Antiglobalisierungs-Slogans, warfen Molotowcocktails und setzten Autos und Container in Brand.

Zürich als Preis für Davos

Die Zürcher Polizeivorsteherin Esther Maurer stellte sich voll hinter die Stadtpolizei: Der Einsatz sei angesichts der für Zürich ungewohnt hohen Gewalttätigkeit der Demonstrierenden "absolut verhältnismässig" gewesen.

Gegen die massiven Ausschreitungen von WEF-Gegnern will sie nächstes Jahr mit einem einheitlichen Dispositiv vorgehen. Zürich wolle nicht erneut für das abgeriegelte Davos zahlen müssen.

Bereits in Davos und Landquart hatte die Polizei am Nachmittag gegen rund 200 resp. 600 Demonstrierende Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt.

swissinfo und Agenturen

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