Navigation

Skiplink navigation

Zürich und Genf bei weltweitem Preis- und Lohnvergleich auf Spitzen-Positionen

Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind im internationalen Vergleich nach wie vor hoch. Das gilt jedoch auch für die Kaufkraft. Spitzen-Positionen bei den Preisen und bei den Löhnen nehmen die beiden Metropolen Zürich und Genf ein.

Dieser Inhalt wurde am 13. September 2000 - 10:03 publiziert

Tokio ist die teuerste Stadt der Welt und zahlt auch die höchsten Löhne. Dies geht aus einer am Mittwoch (13.09.) veröffentlichten Studie der Grossbank UBS hervor, in der Preise und Löhne in 58 Städten verglichen wurden. Die beiden erfassten Schweizer Städte Zürich und Genf liegen auf Spitzenrängen.

Die Hitparade der teuersten Städte wurde von der UBS bereits zum elften Mal erstellt und basiert auf mehr als 25'000 Daten, die im zweiten Quartal dieses Jahres erhoben wurden.

Zürich in Sachen Preisniveau auf dem fünften Platz

Wie bei der letzten Umfrage vor drei Jahren erwies sich Tokio als das mit Abstand teuerste Pflaster der Welt. Die Spanne zu den nächsten Städten hat sich im Vergleich zur Erhebung von 1997 weiter vergrössert. Es folgen Oslo, New York, Chicago, Zürich und Stockholm.

Die Kosten für einen nach europäischen Verbrauchergewohnheiten zusammengestellten Warenkorb liegen in diesen Städten um 35 bis 40 Prozent über dem weltweiten Durchschnitt, in Tokio sogar um rund 90 Prozent darüber.

Genf ist einen Platz hinter London die elft-teuerste Stadt. Paris folgt erst auf Rang 19, Wien an 21., Frankfurt an 23. und Berlin sogar bloss an 32. Stelle. Am Ende der Rangliste liegen Bombay, Budapest, Warschau und Manila, wo die gleichen Waren nur halb so viel kosten wie in Zürich.

Beim Einbezug der Mietpreise in den Vergleich ist Tokio noch klarer die teuerste Stadt. Singapur rückt hier vom siebten auf den zweiten Platz vor. Noch deutlicher ist der Kostenanstieg beim Einbezug der Mieten in London, das so zur dritt-teuersten Stadt wird.

Zürich und Genf auch beim Lohn-Niveau auf den ersten Plätzen

Beim Vergleich des Lohnniveaus liegt Tokio ebenfalls an der Spitze. Dahinter folgen New York, Zürich, Genf. Kopenhagen und Chicago. Vor drei Jahren hatten Zürich und Genf noch die höchsten Löhne bezahlt, vor Kopenhagen, Tokio und New York.

Am schlechtesten schnitten bei den Löhnen die Städte Nairobi, Jakarta, Bombay, Moskau und Manila ab. Hier erhalten die Arbeitnehmer nur drei bis sechs Prozent der Zürcher Löhne. Die Liste der Nettolöhne macht deutlich, dass Steuern und Sozialabzüge in Frankfurt, Berlin, Warschau, Brüssel und Kopenhagen überdurchschnittlich hoch sind, liegen die Nettolöhne hier doch um 35 bis 45 Prozent unter den Bruttogehältern.

Kaufkraft in Luxemburg am höchsten

Hohe Löhne sind aber nicht automatisch gleich bedeutend mit dem besten Wohlstand, wie ein Kaufkraftvergleich deutlich macht. Werden die durchschnittlichen Nettolöhne ins Verhältnis zum jeweiligen Preisniveau gesetzt, können die Luxemburger mit ihren Löhnen am meisten kaufen, gefolgt von den Arbeitnehmenden in Houston, Zürich, Los Angeles, Genf, New York und Chicago.

Die UBS-Studie veranschaulicht die Kaufkraftunterschiede ausserdem durch Berechnungen, wie lange in den einzelnen Städten durchschnittlich gearbeitet werden muss, bis ein Arbeitnehmer einen Hamburger, ein Kilogramm Brot oder ein Kilogramm Reis verdient hat. Mit je neun Minuten für einen Big Mac fahren hier Tokio und Hongkong am besten. In Nairobi muss demgegenüber 178 Minuten für einen Hamburger gearbeitet werden, in Jakarta 146 Minuten.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen