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Zunahme der Gesuche an Ombudsstelle der Schweizer Banken

Im vergangenen Jahr hat laut Ombudsmann Hanspeter Häni die Anzahl Gesuche beträchtlich zugenommen. Keystone

Der Ombudsman der Schweizer Banken, Hanspeter Häni, hat auch letztes Jahr viel Arbeit erhalten. Die Zahl der Anfragen und Beschwerden von Bankkunden stieg gegenüber 1998 um 25 Prozent auf 1'467, wie Häni am Dienstag (11.07.) in Zürich bekannt gab.

Dieser Inhalt wurde am 11. Juli 2000 - 16:23 publiziert

Markant gestiegen ist 1999 die Zahl schriftlicher Anfragen und Beschwerden, und zwar um 60 Prozent auf 730, wie Häni an seiner Jahresmedienkonferenz sagte.

Die Zahl mündlicher Auskünfte war mit 640 praktisch gleich wie im Vorjahr. Bei den schriftlichen Anfragen und Beschwerden verlangte Häni in 76 Fällen eine vollumfängliche Korrektur eines Bankvorgangs oder eine Entschädigung.

Weitere 70 Fälle endeten in einem Kompromiss. Bei mündlichen Anfragen geht es laut Häni in der Regel darum, einem Bankkunden einen unverständlichen Sachverhalt zu erklären.

Wird von einem Fehler der Bank ausgegangen, wird der Kunde zunächst aufgefordert, sich schriftlich an die Bank zu wenden; erst später greift allenfalls der Bankenombudsman ein, doch bieten die Banken oft schon in dieser Phase eine Korrektur an.

Häni klagte auch über sture, kundenunfreundliche Haltungen. Reklamationen würden oft zu wenig ernst genommen, Reklamierende vorschnell als Querulanten hingestellt.

Die erneut starke Zunahme der Anfragen und Beschwerden führt Hänisowohl auf ein Bedürfnis der Bankkunden nach sachkundiger Information als auch auf das Vertrauen in die Ombudsstelle als neutrale, unabhängige Instanz zurück.

Andererseits hätten viel mehr Leute als früher Bank- oder Börsenbeziehungen. Die geografische Herkunft der Anfragen zeige, dass die Ombudsstelle in allen Landesteilen bekannt sei. 57 Prozent der Anfragen stammen aus der deutschen Schweiz, 14 Prozent aus der Westschweiz, 4 Prozent aus dem Tessin und 25 Prozent aus dem Ausland.

Nach Sachgebieten gebe es keinen eigentlichen Trend. Die letztjährigen Anfragen stammten zu 89 Prozent von privaten und zu elf Prozent von kommerziellen Bankkunden. Oft waren es laut Häni kleine Unternehmungen, die sich keine eigene Rechtsberatung leisten können.

600 Anfragen bei Nachrichtenlosen Vermögen

Im Bereich "Nachrichtenlose Vermögenswerte" seien 1999 rund 600 Suchbegehren eingegangen, sagte Stefan Peter, Leiter der Anlaufstelle für Nachrichtenlose Vermögen beim Schweizerischen Bankenombudsmann. Insgesamt 16 Fälle waren dabei erfolgreich.

Die Stiftung Schweizerische Bankenombudsstelle wird von den Banken finanziert und geht auf eine Initiative der Schweizerischen Bankiervereinigung zurück. Ihr steht keine Zwangsmittel zur Verfügung.

swissinfo und Agenturen

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