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#deardemocracy Wetterprophet will wegen Schulschliessung in die Politik

"Wetterschmöcker" Martin Holdener kandidierte für den Sitz des Gemeindepräsidenten Schwyz. Auf Anhieb hat es nicht geklappt, in zwei Jahren will er aber vielleicht nochmals antreten.

Am Fuss des Mythen hat Martin Holdener sein Reich. Neben dem Hof betreibt er eine Sägerei und blickt von dort aus ins spektakuläre Tal hinunter. Der Bergbauer machte vor allem als Muotathaler "Wetterschmöcker" auf sich aufmerksam, die eigenwillige meteorologische Prognosen abgeben. Und die als Protagonisten im Fondue-Werbespot "Chli stinke muess es" auftraten.

Seine Vorfahren und andere Bauernfamilien hatten vor rund 80 Jahren in Fronarbeit die kleine Schule auf eigenem Land erstellt. Ende der 1960er-Jahre, als Holdener selbst dort zur Schule ging, gab es 44 Schüler. Mittlerweile sind es nur noch knapp ein Dutzend Kinder, die die Gesamtschule besuchen, Tendenz weiter sinkend. 

Deshalb beschloss die bürgerliche Regierung, die Schule zu schliessen. "Unten in Schwyz haben sie entschieden, dass sie unsere Bergschule schliessen werden", sagt Holdener. Per Bus sollen die Kinder ins Tal und wieder zurückgebracht werden. "Das tut mir weh. Denn nur schon der Schulweg zu Fuss hier oben ist eine Lebensschule." 

Darum sagte sich Holdener, jetzt muss etwas gehen. Er beschloss im letzten Moment, für das Amt des Gemeindepräsidenten von Schwyz zu kandidieren. Er trat gegen den Amtsinhaber von der SVP an. "Wir waren ein paar Wochen zu spät, die meisten haben schon abgestimmt." Es klappte nicht. Aber Holdener will weiterkämpfen. "Und vielleicht kandidiere ich in zwei Jahren wieder als Gemeindepräsident."

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