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"Strompreise werden sich verdoppeln"




Die Strompreise werden in den nächsten fünf Jahren um 50 bis 100% und dann ab 2014 nochmals steigen, sagt Hans E. Schweickardt, der interimistische Präsident der Schweizer Netzgesellschaft Swissgrid.

Die Strompreise in der Schweiz werden nächstes Jahr mit der Liberalisierung um bis zu 20% wachsen. Die Schuld daran wurde in den letzten Wochen Swissgrid zugeschoben. Als 2006 gegründete nationale Netzgesellschaft soll sie die Stromverteilung neutral betreiben.

Schweickardt verteidigt sich in einem Interview mit dem "Sonntag" und nennt als Grund für die massiven Preisaufschläge den grossen administrativen Aufwand im liberalisierten Markt: Sobald die Haushalte ab 2014 ihren Stromverkäufer frei wählen können, werde es auch für die lokalen Stromwerke administrativen Mehraufwand geben.

Wegen der global steigenden Energiepreise wären die Preise auch ohne Liberalisierung gestiegen, schwächt Schweickardt ab, allerdings weniger stark.

Die Stromtarife auf heutigem Niveau einzufrieren, wäre aber verheerend. Damit würde der Strombranche die finanzielle Grundlage entzogen, und die Gefahr würde wachsen, dass es in der Schweiz wie in Kalifornien vor einigen Jahren zu Stromversorger-Konkursen und zu Blackouts käme.



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