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 (Keystone)
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Während die Schweizer Industrie ein wichtiger Beschäftigungszweig bleibt, arbeitet heute mehr als die Hälfte der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter in Dienstleistungsbetrieben.

Die Schweiz hatte sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts von einem Agrarstaat zu einem Industriestaat mit einer reichen Tradition an handwerklichem Können entwickelt.

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Gewicht von der klassischen Industrie hin zu einer auf Wissen basierten Wirtschaft verschoben. Damit wuchs auch die Bedeutung des Dienstleistungssektors.

Die Schweiz ist noch immer ein wichtiger Produktionsstandort, doch ist heute gut die Hälfte der Erwerbsbevölkerung in Dienstleistungsindustrien wie Banken, Versicherungen und Tourismus tätig.

Tourismus

Der Tourismus als Arbeitgeber spielt in allen Landesteilen der Schweiz eine wichtige Rolle. Er schafft Arbeitsplätze für Einheimische in Regionen, in denen es sonst nicht viele Stellen gibt; dazu kommen zahlreiche saisonale Beschäftigungsmöglichkeiten für Erwerbstätige von ausserhalb der Schweiz.

Der Tourismus lockt nicht nur Gäste aus dem Ausland, die Schweizer Bevölkerung unterstützt das Tourismus- und Gastgewerbe selber intensiv, geht oft in Restaurants, Kaffees oder Bars. Und im Winter stehen Skifahren, Snowboarden oder Langlauf bei vielen Schweizerinnen und Schweizern hoch im Kurs, sei es im Familien- oder im Freundeskreis.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website von Schweiz Tourismus.

Banken

Die Vermögensverwaltung in all ihren Facetten ist der Grundstein des Schweizer Bankenwesens. Dies gilt nicht nur für die "zwei Grossen" – Credit Suisse und UBS – sondern für eine Vielzahl von Banken, die auf das Privatkundengeschäft spezialisiert sind.

In den letzten Jahren hat das Schweizer Bankgeheimnis – das Bankkundengeheimnis, wie es im Gesetz heisst – vermehrt für negative Schlagzeilen gesorgt. Die Schweiz geriet mehr und mehr unter Beschuss, weil sie Steuerhinterziehern aus dem Ausland helfe, deren Vermögen zu verstecken.

Allerdings müssen sich die Schweizer Banken an Regeln halten, die weltweit zu den striktesten zählen. Die Bank muss die Identität jeder Person, die ein Konto eröffnen will – egal ob Schweizer oder Ausländer – verifizieren. Ebenso die Identität allfälliger wirtschaftlicher Nutzniesser.

Nicht zuletzt im Zug des UBS-Steuerstreits in den USA war die Schweiz in Zusammenhang mit dem Bankgeheimnis derart unter Druck gekommen, dass die Regierung im März 2009 ihren Widerstand gegen Artikel 26 im Doppelbesteuerungs-Musterabkommen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aufgab, der die Amtshilfe regelt.

Das bedeutet, dass die Schweiz neu Amtshilfe nicht nur im Fall von Steuerbetrug leistet, sondern auch bei Steuerhinterziehung. Ausländische Behörden erhalten aber nur aufgrund einer Anfrage und in konkreten Fällen Auskunft. Einen automatischen Informationsaustausch lehnt die Schweiz weiterhin ab.

Weitere Informationen zum Finanzplatz Schweiz finden Sie beim Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) und zum Bankgeheimnis beim Finanzministerium (EFD).

Teilweise andere Sichtweisen vertreten die Schweizerische Bankiervereinigung oder Transparency International Schweiz.

Versicherungen

Versicherungen sind ein weiterer wichtiger Pfeiler im Dienstleistungssektor. Schweizer Versicherungen sind global tätig und gehören in Bereichen wie der Rückversicherung zur Weltspitze. Rückversicherer versichern Risiken, die andere Versicherungen abdecken.

Die Schweiz gehört zu den Pionierinnen des Versicherungswesens; Schweizerinnen und Schweizer haben mehr Versicherungen abgeschlossen, als jede andere Nation.

Viele der grossen Versicherungen – Axa Winterthur, Zurich Financial Services, Bâloise Holding, Vaudoise und andere mehr – tragen bis heute den Namen der Stadt, in der sie gegründet wurden. Die meisten Schweizer Versicherungen bieten Lebens- und andere Versicherungen in zahlreichen Bereichen an.

Weitergehende Informationen zur Versicherungsindustrie finden Sie auf der Website des Schweizerischen Versicherungsverbandes.

swissinfo.ch

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