Your browser is out of date. It has known security flaws and may not display all features of this websites. Learn how to update your browser[Schliessen]


Hintergrund-Informationen


Studieren in der Schweiz





In der Schweiz gibt es zwölf öffentliche Universitäten, darunter die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne, die zu den weltweit führenden Hochschulen ihres Fachs gehören.

Neben den 12 Universitäten runden 7 Fachhochschulen und über ein Dutzend Pädagogische Hochschulen das öffentliche Hochschulwesen des Landes ab.

Als Institutionen mit Hochschulcharakter gelten zudem das Institut universitaire de hautes études internationales et du développement (IHEID) in Genf, das Institut de hautes études en administration publique (IDHEAP) in Lausanne, das Institut universitaire Kurt Bösch (IUKB) in Sitten sowie die private Stiftung für Fernstudien in Brig.

Internationale Position

Auf der vom Staatssekretariat für Bildung und Forschung und den Schweizer Universitäten betriebenen Website Ranking Forum finden Sie neben den Ranglisten von Schweizer Universitäten auf relevanten internationalen Rankings (Bewertungen wie beispielsweise dem "Times World University Rankings") weitere Hintergrund-Informationen wie Angaben zu Entwicklung und Methoden von Rankings.

Im Vergleich zu den USA oder Grossbritannien ist ein Hochschulstudium in der Schweiz wie in Deutschland noch immer relativ günstig, da das Bildungswesen zu einem grossen Teil öffentlich finanziert wird. Beim Grundstudium finden die Vorlesungen meist in der lokalen Landessprache statt (je nach Region Deutsch, Französisch oder Italienisch). Englisch ist jedoch heute ab der Master-Stufe mehr und mehr zu finden.

Weitere Informationen zum Studieren in der Schweiz sind zu finden auf der Website der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen.

In der Schweiz findet man auch einige der besten und teuersten Privatschulen der Welt, vom Kindergarten- bis zum Universitätsalter. Beim Verband Schweizerischer Privatschulen finden Sie weitere Informationen zu den mehr als 240 Schulen.

Eine Zusammenstellung mit Informationen zum Thema Universitäten bietet auch das offizielle Schweizer Portal ch.ch.

Zulassungsbedingungen

Für Auskünfte über die Zulassung zu einem Studium oder einer Weiterbildung in der Schweiz sind die einzelnen Institutionen (Universitäre Hochschule, Fachhochschule etc.) zuständig. Weitergehende Informationen und Kontaktadressen finden Sie unter:

Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen

Sprachen: Ausländische Studierende, die ein Grundstudium in der Schweiz absolvieren wollen, müssen gute Kenntnisse der Unterrichtssprache nachweisen können. Sprachtests finden normalerweise zweimal im Jahr statt, im Juni sowie im August/September.

Fachhochulen

Grundvoraussetzung für die Zulassung an einer Fachhochschule ist der Nachweis von mindestens einem Jahr Berufserfahrung auf dem Gebiet des gewählten Studiengangs und ein Abschlusszeugnis der Sekundarschule. Wer einen Vorbildungs-Ausweis aus dem Ausland hat und mindestens drei Jahre Ausbildung auf Sekundarstufe II vorweisen kann, wird in der Regel an eine Aufnahmeprüfung eingeladen. Unter gewissen Umständen kann eine Zulassung auch ohne Aufnahmeprüfung erfolgen. Die Fachhochschulen richten sich bei der Anerkennung der vergleichbaren Diplome an den Entscheiden der Schweizer Universitäten aus.

Auf der Website des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) ist eine Liste aller Fachhochschulen zu finden.

Auch auf dem Bildungsserver Educa finden Sie Informationen zu den Fachhochschulen.

Bachelor-Studium

Schweizer Hochschulen verlangen von Studierenden aus dem Ausland einen Ausweis, mit dem sie in ihrem Heimatland allgemein ein Universitätsstudium aufnehmen könnten und der einem eidgenössisch anerkannten Maturitätszeugnis (Abitur) entspricht. Siehe auch "Anerkennung von Diplomen" weiter unten. Die einzelnen Hochschulen entscheiden selber, welche Ausweise sie akzeptieren. Sie können die Aufnahme noch von weiteren Vorgaben abhängig machen.

Auf der Website der Rektorenkonferenz der Schweizer Hochschulen sind mehr Informationen zu den länderspezifischen Zulassungsvorgaben und eine Liste mit den Anmeldefristen der einzelnen Universitäten zu finden.

Master-Studium

Grundvoraussetzung für den Zugang zu einem Master-Studium ist ein abgeschlossenes Bachelor-Studium. Aus welchen Studienrichtungen Studierende in Masterstudien aufgenommen werden, kann auf der Website studyprogrammes.ch nachgeschaut werden.

Ob ein Bachelor-Diplom aus dem Ausland anerkannt wird und für einen Zugang ohne Prüfung reicht, oder ob andere Auflagen zum Zug kommen, ist den einzelnen Universitäten überlassen. Diese sollten daher direkt kontaktiert werden (Adressliste der Universitäten).

Studiengebühren

Wie in Deutschland werden auch die Universitäten in der Schweiz zu einem grossen Teil mit öffentlichen Geldern (Kantone und Bund) finanziert. Die Studiengebühren sind im Vergleich mit Ländern wie den USA oder Grossbritannien relativ günstig.

Sie variieren je nach Universität und bewegen sich generell zwischen 1000 und 1500 Franken pro Studienjahr, sind also in etwa vergleichbar mit den Gebühren in Baden-Württemberg oder Bayern. Merklich teurer sind die Gebühren an den Universitäten Freiburg, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Zürich und Lugano im Tessin.

Bei den meisten Universitäten müssen ausländische Studierende nicht mehr oder nur wenig mehr zahlen als einheimische. Ausnahme ist auch hier die Universität Lugano: Ausländische Studierende zahlen dort doppelt so viel.

Die Lebenshaltungskosten liegen je nach Studienort und persönlichen Ansprüchen zwischen 19'000 und 29'000 Franken pro Jahr.

Stipendien

Über die Eidgenössische Stipendienkommission für Ausländische Studierende (ESKAS) gewährt die Schweiz ausländischen Studierenden aus zahlreichen Staaten, darunter die Nachbarländer Deutschland, Österreich und Italien, aber auch Staaten wie die USA, China oder Indien, Stipendien für ein Studium an einer der Schweizer Universitäten, den Eidgenössischen Technischen Hochschulen, an Konservatorien oder Kunsthochschulen (Kunststipendium) sowie an ausgewählten Fachhochschulen.

Die Stipendien bewegen sich in der Regel in der Höhe von etwa 1900 Franken pro Monat. Informationen zu den Herkunftsländern, die in Frage kommen und Angaben zu den weiteren Voraussetzungen, dem Bewerbungsvorgang etc. finden Sie auf der Website des Staatssekretariats für Bildung.

Verschiedene Schweizer Universitäten haben daneben ihre eigenen Stipendien-Programme. Die Mobilitätsstellen der Schweizer Universitäten können bei der Abklärung helfen, welche Schweizer Universitäten ausländischen Studierenden Stipendien gewähren. Eine andere Möglichkeit ist der direkte Kontakt mit den einzelnen Universitäten. Listen der Hochschulen finden Sie etwa auf der Website der Rektorenkonferenz der Schweizer Hochschulen.

Austauschprogramme

Die Schweiz hat 2010 mit der Europäischen Union ein umfassendes bilaterales Abkommen zur Zusammenarbeit im Bildungsbereich unterzeichnet. Es trat am 1. Januar 2011 in Kraft. Die EU-Bildungs- und Jugendprogramme haben zum Ziel, Angebot und Mobilität in der Aus- und Weiterbildung zu verbessern.

Zu den EU-Programmen im Hochschulbereich, an denen sich die Schweiz ab dem Herbstsemester 2011 voll beteiligt, gehört "Erasmus". Die Schweiz war seit Jahren indirekt am Erasmus-Programm beteiligt, das ein Netzwerk von Hochschulen aufgebaut hat, welches den Studierenden Austauschsemester ermöglicht.

Die Europäische Kommission hat aufgrund des Abstimmungsresultates vom 9. Februar 2014 zur "Masseneinwanderungs-Initiative" die Verhandlungen zu "Erasmus plus" und weiteren Forschungsprogrammen suspendiert.

Über den aktuellen Stand der Verhandlungen zum Erasmus-Programm informiert die Website des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).

Eine neue Schweizer Website informiert zudem umfänglich über die neuen Möglichkeiten bei Bildungs- und Jugendkooperationen in Europa.

Neben den Erasmus-Austauschprogrammen gibt es individuelle Partnerschaften zwischen einzelnen oder mehreren Hochschulen. Weitere Informationen bei den Mobilitätsstellen der Schweizer Universitäten.

Über die Eidgenössische Stipendienkommission für ausländische Studierende (ESKAS) gewährt die Schweiz ausländischen Forschenden verschiedene Typen von Postgraduierten-Stipendien.

Die meisten Schweizer Universitäten haben auch Austauschprogramme mit Partneruniversitäten ausserhalb Europas, unter anderem mit den USA. Weitere Informationen bei den Mobilitätsstellen der Schweizer Universitäten.

Im Rahmen des renommierten Fulbright-Programms (Englisch) erhalten talentierte Studierende aus den USA und der Schweiz Stipendien für einen Studienaufenthalt in der Schweiz respektive den USA. Finanziert wird das Programm durch öffentliche und private Gelder. Zusätzliche Informationen bietet die Website der US-Botschaft in Bern.

Anerkennung von Diplomen und Zeugnissen

Die Schweizer Behörden anerkennen unterschiedliche Bildungsausweise, Diplome und Zeugnisse von zahlreichen Schulen und Bildungsinstitutionen aus der ganzen Welt.

Auf der Website der Rektorenkonferenz der Schweizer Hochschulen finden Sie spezifische Informationen zu den von den Schweizer Bildungsbehörden anerkannten Ausweisen und konkrete Angaben über die Zulassungsbedingungen für die einzelnen Heimatstaaten der ausländischen Studierenden.

Aufenthaltsbewilligungen

EU-/EFTA-Staatsangehörige:

Studenten oder Studentinnen aus dem EU-/EFTA-Raum müssen sich innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft in der Schweiz bei den lokalen Behörden am Wohnort anmelden und eine Aufenthaltsbewilligung beantragen.

Dazu müssen sie nachweisen, dass sie eine Krankenversicherung abgeschlossen haben und für ihren Lebensunterhalt aufkommen können. Und sie müssen belegen, dass sie tatsächlich für ein Studium hier sind und sich bei einer anerkannten Universität oder Hochschule eingeschrieben haben. Die Aufenthaltsbewilligung wird im Normalfall für die Dauer des Programms ausgestellt und bis zum Abschluss des Studiums jeweils um ein Jahr verlängert, je nach Situation des Studierenden.

Studierende dürfen arbeiten, aber nicht mehr als 15 Stunden pro Woche. Sonst werden sie als Erwerbstätige betrachtet und brauchen eine entsprechende Bewilligung. Der Ehepartner/die Ehepartnerin einer studierenden Person sowie deren unterhaltsberechtigte Kinder dürfen ebenfalls in der Schweiz leben. Familienmitglieder dürfen auch arbeiten. Die Studierende Person muss jedoch nachweisen können, über genügend finanzielle Mittel zu verfügen, um Familienmitglieder unterstützen zu können. Dazu zählt auch genügend Wohnraum.

Auf dem offiziellen Schweizer Portal ch.ch finden Sie eine Liste mit Adressen der kantonalen Behörden und eine Liste der Gemeindebehörden.

Staatsangehörige aus Drittstaaten:

Studierende oder Schüler und Schülerinnen, die nicht aus dem EU/-EFTA-Raum stammen (Drittstaaten), müssen ihrem Gesuch einen Plan zum Studienbesuch mit Angabe des Ausbildungsziels (Maturität, Bachelor, Master etc.) beilegen. Zudem braucht man eine schriftliche Bestätigung der Lehranstalt, dass man den Unterricht besuchen kann und die nötigen Sprachkenntnisse hat.

Studierende aus Ländern mit einer Visumspflicht müssen zusätzlich bei der für ihr Heimatland zuständigen Schweizer Botschaft oder konsularischen Vertretung ein Einreisegesuch stellen. Diesem muss eine Aufnahmebestätigung der Lehranstalt beigelegt werden, dazu eine Bestätigung, dass das Schulgeld bezahlt wurde und genügend finanzielle Mittel für den eigenen Lebensunterhalt vorliegen, sowie eine schriftliche Wiederausreise-Verpflichtung und ein Lebenslauf. Die Schweizer Vertretung klärt ab, ob der Gesuchsteller/die Gesuchstellerin über ausreichende Sprachkenntnisse zum Schulbesuch verfügt.

Für die Ausstellung der Aufenthaltsbewilligung sind die Kantone zuständig. Detaillierte Auskünfte zu den Formalitäten (Wo muss man was beantragen, welche Formulare ausfüllen, wie lange dauert es, etc.) erteilen die zuständigen Behörden der Kantone. Eine Liste mit Adressen finden Sie beim Staatssekretariat für Migration.

swissinfo.ch



Links

×