Humanitäre Katastrophe in Aleppo Schweizer Appell zur Intensivierung der humanitären Hilfe in Syrien




Menschen auf der Flucht: Mit Hab und Gut verlassen sie Ost-Aleppo, das von Assads Truppen eingenommen wurde.

Menschen auf der Flucht: Mit Hab und Gut verlassen sie Ost-Aleppo, das von Assads Truppen eingenommen wurde.

(Reuters)

Die Schweiz ruft alle Kriegsparteien in Syrien auf, die Menschenrechte und das internationale Völkerrecht zu respektieren. Nur eine politische Lösung mache den Weg frei für einen dauerhaften Frieden und könne das Leid der Zivilbevölkerung stoppen, ermahnte der Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) beschreibt die Lage in Aleppo als "katastrophal". Besonders besorgniserregend seien die Berichte der UNO über aussergerichtliche Hinrichtungen und das gewaltsame Verschwinden von Zivilpersonen.

Angesichts der Lage sei es unabdingbar, dass die humanitäre Hilfe für die Bevölkerung in allen belagerten und schwer zugänglichen Zonen rasch in die Wege geleitet werde, liess das EDA am Mittwoch verlauten.

Um einen dauerhaften Frieden zu erlangen, so Aussenminister Burkhalter, müsse garantiert sein, dass "allen Opfern von Menschenrechtsverletzungen Gerechtigkeit widerfährt – durch syrische Gerichte wie auch vor internationalen Strafgerichten".

Die Schweiz werde ihr humanitäres Engagement in der Region intensivieren, so Burkhalter weiter. "Neben der Nothilfe wird die Schweiz aber auch ihre längerfristige Unterstützung in jenen Ländern der Region verstärken, die Flüchtlinge beherbergen."

Am Dienstag hatte der Schweizer Peter Maurer, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), gegenüber Radio SRF erklärt, dass es derzeit um die humanitäre Hilfe "schlecht, ja miserabel steht". Das internationale Kriegsvölkerrecht werde zu wenig respektiert. "Syrien ist ein himmelschreiendes Beispiel dafür – eines von mehreren", so der IKRK-Präsident.

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