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Trotz hervorragendem öffentlichem Verkehrssystem hat die Schweiz ein umfassendes Strassennetz gebaut, welches zu den sichersten in Europa zählt.

 (Keystone)
(Keystone)

In der Schweiz herrschen Rechtsverkehr und eine generelle Gurtenpflicht in Fahrzeugen, die mit Gurten ausgerüstet sind. Für Kinder bis 12 Jahre sind spezielle Kindersitze vorgeschrieben. Beim Fahren mit einer Blutalkohol-Konzentration ab 0,5 Promille ist mit einer Busse zu rechnen.

Es gibt in der Schweiz keine Autobahn-Maut, sondern eine Autobahn-Vignette. Sie kostet 40 Franken und ist jeweils während eines Kalenderjahres gültig. Die Vignette kann unter anderen bei Postämtern, Tankstellen, Garagen und den kantonalen Strassenverkehrsämtern gekauft werden.

Die Geschwindigkeitsgrenzen liegen bei:

  • Autobahn: 120 km/h
  • Autostrassen: 100 km/h
  • Ausserorts: 80 km/h
  • Innerorts: 50 km/h

Eine Übersicht zu den wichtigsten Regeln und Vorgaben im Strassenverkehr finden Sie auf dem Schweizer Portal ch.ch.

Nicht alle in der Schweiz besitzen ein Auto. In den letzten Jahren ist das Thema Carsharing immer aktueller geworden. So wurde etwa die Genossenschaft Mobility Carsharing in der Schweiz populärer als in den anderen Ländern, in denen sie ebenfalls tätig ist.

Weitere Informationen und Links zum Thema Strassenverkehr finden Sie beim Verkehrsministerium, unter anderem im Dossier "Sicherheit im Verkehr" sowie auf der Website des Bundesamts für Strassen. Statistische Angaben zum Verkehr in der Schweiz finden Sie beim Bundesamt für Statistik.

Ratschläge und Informationen zum Thema Recht und Strassenverkehr finden Sie auch bei der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu).

Das Strassenverkehrsgesetz ist ebenfalls online zugänglich.

Ausweise

Wer in der Schweiz Auto, Motorrad (Hubraum über 125 cm3) oder Lastwagen fahren will, muss mindestens 18 Jahre alt sein, für das Lenken von Reisebussen (in der Schweiz Reisecars) 21 Jahre, und braucht einen entsprechenden Führerschein. Ab 16 Jahren darf man mit entsprechendem Ausweis Motorräder mit einem Hubraum bis zu 50 cm3 und einer Motorleistung von höchstens 11 kW fahren (Kleinkrafträder, Mopeds etc.) Für Motorfahrräder gilt als Alterslimite 14 Jahre, zudem braucht es eine Theorieprüfung.

Ausländerinnen und Ausländer, die in die Schweiz ziehen, können ihren nationalen Ausweis in den ersten 12 Monaten ihres Aufenthalts in der Regel weiter benutzen. Danach muss der ausländische Ausweis in einen Schweizer Führerschein, Führerausweis genannt, umgetauscht werden (Ausnahme: Berufsfahrer müssen ihren Ausweis vor der ersten beruflichen Fahrt umtauschen).

Der Austausch erfolgt beim Strassenverkehrsamt des Wohnkantons. Für Inhaberinnen und Inhaber von Ausweisen aus EU- und EFTA-Staaten sowie aus Andorra, Australien, Israel, Japan, Kanada, Kroatien, Marokko, Neuseeland, San Marino, Singapur, Südkorea, Taiwan, Tunesien und den USA ist dieser Schritt rein administrativ. Sie sind von einer Kontrollfahrt befreit (Ausnahme: Berufsfahrer).

Wer aus einem anderen als den oben genannten Staaten kommt, muss eine Kontrollfahrt absolvieren. Einige Kantone verlangen einen Seh-, manchmal auch einen Hörtest. Im Normalfall kann der ausländische Fahrausweis behalten werden, er ist aber für Fahrten in der Schweiz nich mehr gültig.

Eine Liste der Strassenverkehrsämter der Kantone ist bei der Vereinigung der Strassenverkehrsämter zu finden. Die Verkehrsregeln-Verordnung ist ebenfalls online zugänglich. Mehr Informationen zum Thema "Führerausweis", wie er in der Schweiz genannt wird, finden Sie auf dem Behördenportal ch.ch.

Gurten, Kindersitze und Helme

In der Schweiz herrscht im Autoverkehr generelle Gurtentragepflicht – auf den Vorder- und den Hintersitzen. Kinder unter 12 Jahren müssen in speziellen, geprüften Kindersitzen sitzen, sofern sie kleiner sind als 1,50 Meter. Die Kindersitze müssen dem Alter der Kinder vom Baby bis zum 12-Jährigen entsprechen.

Weitere Informationen zu den Vorgaben über Kindersitze finden Sie beim Bundesamt für Strassen, beim Behördenportal ch.ch und bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu).

Für sämtliche zweirädrige, motorisierte Fahrzeuge gilt sowohl für Fahrer als auch Beifahrer die Helmtragepflicht (Verkehrsregelnverordnung).

Nebenbei: Beim Fahrrad (Velo) besteht bisher keine Helmpflicht, das Tragen eines Helms wird aber dringend empfohlen. Zurzeit tragen in der Schweiz etwa 40% der erwachsenen Velofahrer und 70% der Kinder einen Helm. Die Regierung möchte für Kinder unter 14 Jahren ein Obligatorium einführen; der Vorschlag ist umstritten.

Einführen von Autos

Wer den Wohnsitz in die Schweiz verlegt, kann das eigene Fahrzeug als Übersiedelungsgut abgabenfrei einführen. Als Übersiedlungsgut gelten Fahrzeuge von Zuziehenden zum persönlichen Gebrauch oder zur Ausübung eines Berufs oder Gewerbes.

Bei der Einfuhr ist dem Zollamt das Formular 18.44 (Erklärung/Abfertigungsantrag für Übersiedelungsgut) im Doppel vorzulegen. Daneben müssen Fahrzeugausweis sowie Kaufvertrag oder Rechnung vorgelegt werden. Für Fahrzeuge mit deutschen Kontrollschildern zudem das Dokument Kraftfahrzeugbrief.

Nach der Einreise in die Schweiz muss das Fahrzeug bei der für den Wohnort zuständigen Fahrzeugkontrollstelle gemeldet werden für eine technische Überprüfung. Fahrzeuge, die sich länger als ein Jahr in der Schweiz befinden, müssen mit einem Schweizer Fahrzeugausweis und Nummernschild versehen werden.

Ein Fahrzeug kann nur als abgabenfreies Übersiedelungsgut eingeführt werden, wenn es mindestens sechs Monate im Besitz der zuziehenden Person war. Sonst muss das Fahrzeug nach spätestens zwei Jahren verzollt werden (Zollgebühr sowie Automobilsteuer und Mehrwertsteuer).

Weitere Informationen zu den Zoll-Formalitäten beim Umzug in die Schweiz finden Sie bei der Eidgenössischen Zollverwaltung, wo auch das Formular 18.44 heruntergeladen werden kann.

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