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Meinung Banken! Werdet ein echtes, sauberes Beispiel für die Welt

Federer, Thunberg et Thiam
(Keystone/ennio Leanza)

Greta Thunberg macht Druck auf die Credit Suisse. Roger Federer, von Credit Suisse gesponsert, verspricht, er wolle mit seiner Bank übers Klima reden. Was ist davon zu halten? Ada Marra, Shooting-Star der Linken in der Romandie, schreibt dazu ihre Meinung. 

Ada Marra, Nationalrätin SP Waadt.

(Keystone / Alessandro Della Valle)

Drei unserer Mythen haben in den letzten Wochen für Schlagzeilen gesorgt, nachdem Klimaaktivisten vom Gericht freigesprochen wurden. Sie hatten zuvor eine Bank der Credit Suisse betreten, den Sponsor des Tennisspielers Roger Federer, und dort ein Tennisspiel in deren Räumlichkeiten inszeniert.

Die Fakten sind einfach: Allein im Jahr 2017 finanzierten die Schweizer Banken laut Greenpeace 93 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente durch Investitionen in Unternehmen für fossile Brennstoffe. Das ist doppelt so viel wie die Menge, welche die ganze Schweiz in einem Jahr ausstösst.

Die Frage ist: Warum sollten die Banken von ihrem Beitrag zur Rettung des Planeten befreit werden, während wir alle dafür bezahlen, insbesondere durch Steuern auf der Nutzung umweltschädlicher Verkehrsmittel? Was von Banken derzeit verlangt wird, ist nicht die Aufgabe des kapitalistischen Wirtschaftsmodells, sondern die Investition in saubere Energie.

Unser bester Tennisspieler und Schweizer Botschafter im Ausland hat die Pflicht, die ihm übertragene Verantwortung wahrzunehmen. Er ist vor allem ein Mann seiner Zeit, eingebettet in das Umfeld unserer Gesellschaft. Seine elegante Reaktion - er hat versprochen, mit seinen Sponsoren in einen Dialog über deren Verantwortung für das Klima zu treten - muss entschlossen sein.

Die Schweizer Banken mussten in der Vergangenheit eine saubere Finanzplatzpolitik entwickeln. Dies hat sie nicht geschwächt, da "unsere Banken" immer noch den grössten Teil des Privatvermögens der Welt verwalten. Es ist an der Zeit, dass sie diese saubere Strategie auch auf ihre Investitionen anwendet.

Nur so könnten unsere drei Schweizer Mythen ein echtes Beispiel für die Welt sein.

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