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Neuer UNO-Chef


Guterres erhält Schweizer Gütesiegel




Guterres verspricht, er werde als ehrlicher Vermittler handeln. (Getty Images)

Guterres verspricht, er werde als ehrlicher Vermittler handeln.

(Getty Images)

Die Schweiz begrüsst die offizielle Ernennung des neuen UNO-Generalsekretärs, António Guterres. Der Portugiese ersetzt den Südkoreaner Ban Ki-Moon, der Ende Jahr zurücktritt. Die Medien weisen darauf hin, dass "im schwierigsten Job der Welt" viel Arbeit auf den neuen UNO-Chef zukommen werde.

Die 193-köpfige UNO-Vollversammlung hat den ehemaligen portugiesischen Premierminister am Donnerstag einstimmig zum neunten Generalsekretär der Weltorganisation für die nächsten fünf Jahre gewählt.

Die Nachricht über die Wahl durch den UNO-Sicherheitsrat von letzter Woche sorgte für Beifall in den Westschweizer Medien und bei Vertretern internationaler Organisationen in Genf.

"Das Internationale Genf macht einen Freudensprung", schrieb die Tribune de Genève, die Guterres als "Genfer" bezeichnet.

"Von einer besseren Wahl hätte man nicht träumen können", steht in dem Kommentar. "Der ehemalige Chef des UNHCR, der perfekt französisch spricht, kennt den Betrieb der UNO-Maschinerie aus dem Innern. Das ist ein Trumpf für Genf."

Yves Daccord, Generaldirektor des Schweizerischen Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sagt, Guterres habe seine Führungsqualitäten bewiesen. "Seine grösste Herausforderung wird es sein, eine UNO aufzubauen, die in der Lage ist, kollektive politische Lösungen für die unlösbar scheinenden Krisen von heute zu finden.

Die Tageszeitung Le Temps bezeichnet Guterres als "klaren und starken Redner im Vergleich zu seinem südkoreanischen Vorgänger [Ban Ki-Moon], der ein unbestechlicher Diplomat ist." Aber Guterres "Flitterwochen" dürften von kurzer Dauer sein. In diesem schwierigsten Job könne man die Welt fast nur enttäuschen.

Das Schweizer Aussenministerium (EDA) teilte am Donnerstag mit, es freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen UNO-Generalsekretär und werde Guterres bei der Ausführung seiner künftigen Aufgaben unterstützen. Das EDA hob in der Mitteilung dessen langjährige Erfahrung als Politiker und ehemaliger Leiter des UNHCR von 2005 bis 2015 hervor.

Die Schweiz sei bestrebt, mit Guterres über Prioritäten wie die internationale Sicherheit, die Reform des UNO-Systems und die Entwicklung des Potentials des 'Internationalen Genfs' als Zentrum globaler Governance in den Bereichen 'Frieden und Sicherheit', 'Menschenrechte', 'humanitäre Arbeit' und 'Migration' zu arbeiten.  


(Übertragung aus dem Englischen: Peter Siegenthaler)

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