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Wahlanalyse


Der Rechtsrutsch im Parlament in Zahlen




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Die Schweizer wie auch die internationale Presse schrieben am Morgen nach den Parlamentswahlen in der Schweiz einhellig von einem Rechtsrutsch. Rechtskonservative und Rechtsliberale waren klare Wahlsieger, auf Kosten der politischen Mitte und besonders der ökologischen Parteien. Dies zeigen die folgenden Grafiken.

Verglichen wurde die politische Positionierung des gewählten Nationalrats (grosse Parlamentskammer) mit jener der letzten Legislatur. Dazu wertete swissinfo.ch Daten von Smartvote.ch aus, einem politischen Fragebogen, den über 90% der Kandidatinnen und Kandidaten für den Nationalrat ausgefüllt hatten.

Basierend auf den Antworten der gewählten Nationalrätinnen und Nationalräte erlauben diese Daten, jede Parlamentarierin und jeden Parlamentarier auf den Achsen links / rechts und konservativ / liberal zu positionieren.

Die folgende Grafik zeigt die sieben grössten Parteien im Nationalrat. Diese besetzen über 96% der 200 Sitze in der Volkskammer. Jeder Punkt entspricht der Position eines Parlamentariers oder einer Parlamentarierin.

Die Ellipsen fassen die Parlamentarier gemäss ihrer politischen Partei zusammen. Dabei entspricht die Grösse der Ellipse nicht der Parteistärke, sondern lediglich den unterschiedlichen Meinungen in der entsprechenden Partei.

 (swissinfo.ch)
(swissinfo.ch)

Bemerkenswert ist, wie sich die Kluft zwischen links und rechts nach den Wahlen vergrössert hat. Dabei verschieben sich die Ellipsen von SVP, FDP und CVP gegen rechts. Die linken Parteien hingegen haben sich wenig oder gar nicht bewegt.

Festzuhalten ist ebenfalls, dass sich die politischen Profile der Gewählten der politischen Rechten mehr ähneln als zuvor, weshalb sich die Ellipsen 2015 verengt haben.

Die untenstehende Grafik zeigt die Entwicklung gegen rechts im gesamten Nationalrat. Dazu haben wir die Verteilung* links/rechts aller Parlamentarierinnen und Parlamentarier visualisiert**. Die vertikale, gestrichelte Linie zeigt den Durchschnitt aller Nationalrätinnen und Nationalräte.

 (swissinfo.ch)
(swissinfo.ch)

Die Grafik zeigt, dass Mitte- wie Links-Positionen bei den letzten Wahlen zu Gunsten der Rechten abgenommen haben. Die Bewegung der gestrichelten Linie, also des Durchschnitts aller Nationalrätinnen und Nationalräte, zeigt den Rutsch nach rechts.

(Übertragen aus dem Französischen: Christian Raaflaub)


Hinweise zur Methodik

Die Forscher von Smartvote stellten swissinfo.ch eine Serie von 35 Fragen zur Verfügung, welche die Nationalrätinnen und Nationalräte 2011 und 2015 beantwortet haben. Smartvote berechnete daraus die politische Verortung jeder einzelnen Person. Mehr Informationen zur Methode finden sich in diesen beiden Blog-Einträgen von Smartvote: http://blog.smartvote.ch/?p=2633 und http://blog.smartvote.ch/?p=2509.

 

* Zum besseren Verständnis der Kurvengrafik wurden die Begriffe "Verteilung" und "Häufigkeit" verwendet. Technisch gesehen handelt es sich eher um die so genannte Dichtefunktion (y-Achse = Dichte). Diese Nuance hat hier aber keinen Einfluss auf die Form oder Interpretation der Grafik.


**Für Personen, die den Smartvote-Fragebogen nicht ausgefüllt haben, wurde die mittlere Positionierung links/rechts ihrer Partei eingesetzt.

 

Mehr zu diesem Thema:

http://restmandat.ch/2015/10/19/der-rechtsrutsch-im-nationalrat-visualisiert/

http://blog.tagesanzeiger.ch/datenblog/index.php/10773/hess-und-leutenegger-oberholzer-so-extrem-ist-sonst-niemand

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