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Stadtverwaltung Zug


Hüst und Hott um 60 Millionen Franken teuren Umzug


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Sollen die 250 Angestellten der Stadtverwaltung Zug im mittelalterlichen Zentrum bleiben oder in ein sanierungsbedürftiges Industriegebäude im modernen Teil der Stadt umziehen? Vier Jahre nach einer ersten Abstimmung müssen sich die Stimmberechtigten am 25. September erneut zu dieser Frage äussern.

Die Altstadt von Zug, wo 250 Angestellte  der Stadtverwaltung arbeiten. (Michael Sengers)

Die Altstadt von Zug, wo 250 Angestellte  der Stadtverwaltung arbeiten.

(Michael Sengers)

Der winzige Kanton Zug ist vor allem als Steuerparadies mit 20'000 Briefkastenfirmen bekannt. Der Hauptort heisst ebenfalls Zug. Die hübsche mittelalterliche Stadt liegt am Ufer des Zugersees. In den pittoresken Gassen der Altstadt befindet sich seit Jahrhunderten die Stadtverwaltung – an sieben verschiedenen Standorten.

Die Stadt will nun ihre Verwaltung zentralisieren. Aus diesem Grund hat sie 2012 das ehemalige Verwaltungsgebäude des einstigen Elektronikherstellers Landis&Gyr im modernen Teil der Stadt gekauft. Die Bevölkerung stimmte dem Kauf damals mit 56% der Stimmenden zu.

In diesem Haus will die Stadt ihre Verwaltung unterbringen. (stadtzug.ch)

In diesem Haus will die Stadt ihre Verwaltung unterbringen.

(stadtzug.ch)

Vier Jahre später versucht ein Initiativkomitee, die Zuger und Zugerinnen wieder umzustimmen. Dieses Mal wird eine doppelte Frage gestellt: Wollen Sie, dass die Stadtverwaltung in der Altstadt bleibt? Falls ja, soll die Stadt das Gebäude Landis&Gyr wieder verkaufen?

Das Argument der Initianten ist ebenfalls ein Doppeltes: Einerseits würden Geschäfte und Restaurants in der Altstadt unter dem Wegzug der Stadtverwaltung und deren 250 Angestellten leiden – wenig überraschend stecken Geschäftsinhaber und Restaurantbesitzer hinter der Initiative. Das zweite Argument betrifft die Finanzen: Die Stadt Zug hat laut Initianten ein "strukturelles Finanzproblem" und könne sich nach dem Kauf des Gebäudes für 52 Millionen Franken die Folgekosten der Renovation von 6 oder 7 Millionen Franken nicht leisten.

Regierung und Parlament halten weiterhin am Umzug der Stadtverwaltung in das neue Gebäude fest. Bleibt abzuwarten, was das Stimmvolk denkt.

So könnte das neue Rathaus aussehen (hinteres Gebäude). Das Gebäude im Vordergrund ist nicht Teil des Projekts. (stadtzug.ch)

So könnte das neue Rathaus aussehen (hinteres Gebäude). Das Gebäude im Vordergrund ist nicht Teil des Projekts.

(stadtzug.ch)

Finden Sie es richtig, dass man in der Schweiz über Fragen wie den Umzug einer Stadtverwaltung mehrmals abstimmen kann? Diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren!


(Übertragung aus dem Französischen: Sibilla Bondolfi), swissinfo.ch

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