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UBS-GV: Décharge für 2007 verweigert

In Basel läuft zur Zeit die Generalversammlung der Schweizer Grossbank UBS. Die Aktionäre haben für 2007 die Décharge verweigert, sie aber für 2008 und 2009 erteilt.

Rund 4728 Aktionäre stimmen in der Basler St. Jakobshalle über die vom UBS-Verwaltungsrat vorgeschlagenen Traktanden ab . Rund 65% des Aktenkapitals sind vertreten - ein sehr hoher Wert für eine Publikumsgesellschaft. Das ergibt auch einen sehr hohen Stimmanteil.

Mit grossem Applaus im Saal haben die Aktionäre für 2007 die Décharge verweigert. Das gab es bei so einer grossen Aktiengesellschaft in der Schweiz noch nie.

Zugestimmt haben die Aktionäre mit 97,53% dem unbestrittenen Jahresbereicht und der Konzernrechnung (Traktandum 1), zugestimmt haben sie auch deren Verwendung (Traktandum 2)

Konsultativ ist der vorgeschlagene Vergütungsantrag, also die umstrittene Boni-Politik, von den Aktionären mit 54,72% angenommen worden.

Vier weitere Traktanden stehen noch an - als nächstes die Décharge.

Anfang Woche hatte die Grossbank überraschend mitgeteilt, dass sie einen hohen Gewinn für das 1. Quartal 2010 erwartet. Andererseits bleibt das Kundenvertrauen angeschlagen, was sich weiterhin am Abzug der Kundengelder zeigt.

Verwaltungsrats-Präsident Kaspar Villiger hat am Vormittag vor den Aktionären die Bonus-Politik der Bank verteidigt: Gute Leute müssten gut bezahlt werden. Die Finanzspezialisten der UBS würden von der Konkurrenz weiter umschwärmt.

Villiger sah die UBS zu Unrecht am Pranger. Er und UBS-CEO Oswald Grübel warben um die Unterstützung der Aktionäre. Das Trommelfeuer an Kritik gegen Boni und Entlastung der ehemaligen Verantwortlichen sei ungerechtfertigt.

Grübel sagte, dass er nach dem Steuerstreit mit den USA mit einem weiteren Abzug von Kundengeldern rechnet. Das Ziel sei es, diese Abflüsse zu stoppen.

Ob zudem geschehen darf, dass Bankkundendaten an die USA ausgeliefert werden, muss das Schweizer Parlament noch entscheiden. Villiger beteuerte, dass die Bank die Daten "niemals widerrechtlich ausliefern" werde.

Die Generalversammlung dürfte angesichts von 60 angemeldeten Rednern bis weit in den Nachmittag hinein dauern.

swissinfo.ch und Agenturen

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