Navigation

Skiplink navigation

"18-Prozent-Initiative": Umfrage sagt knappes Ergebnis voraus

Zwei Monate vor der Abstimmung über die Initiative "Für eine Regelung der Zuwanderung" (18-Prozent-Initiative) sprechen sich 40 Prozent der Stimmwilligen dafür, 42 Prozent dagegen aus. Das ergab eine Umfrage von Schweizer Fernsehen DRS.

Dieser Inhalt wurde am 16. Juli 2000 - 13:04 publiziert

17 Prozent der Befragten, die am 24. September an die Urne gehen wollen, seien noch unentschlossen, hiess es in der Sendung "Tagesschau" von SF DRS am Samstagabend (15.07.).

Die offene Ausgangslage zur Initiative, die eine Beschränkung des Ausländeranteils an der ständigen Wohnbevölkerung auf 18 Prozent verlangt, sei nicht zuletzt auf die Haltung der befragten Frauen zurückzuführen: 43 Prozent von ihnen wollen der Initiative gemäss Umfrage zustimmen, 32 Prozent sind dagegen und ein Viertel noch unentschlossen.

Die Veränderung des Stimmverhaltens der Frauen sei auffällig, konstatierte das Fernsehen. Bei ähnlich gelagerten Abstimmungen hätten sich die Frauen immer tendenziell ausländerfreundlicher gezeigt als die Männer.

Nach den politischen Lagern ist die Zustimmung zur Initiative laut der Umfrage bei der Schweizerischen Volkspartei (SVP) am stärksten und liegt bei 59 Prozent.

Bei den übrigen drei Regierungsparteien liessen sich Nein-Mehrheiten ausmachen, am deutlichsten bei der Sozialdemokratischen Partei (SP) mit 60 Prozent. Bei der Freisinnig Demokratischen Partei (FDP) lehnten 49 und bei der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP) 45 Prozent das Begehren ab.

Die Befragung zeigte zwischen den Landesteilen sowie Stadt und Land kaum Unterschiede. Die Zustimmung zur Ausländerbegrenzung stieg laut SF DRS mit dem Alter und sank mit steigendem Einkommen und Bildung. Das Schweizer Fernsehen liess vom 3. bis 12. Juli 1'426 Stimmberechtigte in der ganzen Schweiz befragen.

Das Volksbegehren kommt am 24. September an die Urne. Es verlangt eine Beschränkung des Ausländeranteils auf 18 Prozent. Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab, weil sie ihrer Ansicht nach dem Wirtschaftsstandort schadet und die humanitäre Tradition der Schweiz gefährdet.

Der Anteil von Ausländerinnen und Ausländern an der ständigen Wohnbevölkerung beträgt derzeit 19,3 Prozent.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen