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#deardemocracy "Wir Appenzeller sind konservativ, aber weltoffen"

Ruedi Eberle ist der neue Finanzdirektor des Kantons Appenzell Innerrhoden. Mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt er beim Golfplatz Gonten, den er als Geschäftsführer betreibt.

Als junger Mann war er mehrere Sommer auf der Alp. Dabei ging er manchmal Schellenschütteln. "Wir haben diese Tradition, dass wir bei Hochzeiten grosse Kuhglocken auf den Rücken nehmen und diese dann schütteln. An so einem Abend habe ich meine Frau kennengelernt“, erzählt Ruedi Eberle.

Der 51-jährige Politiker der SVP steht in seinem saftig, grünen Golfrasen und lächelt. "Ich hatte meine Ausbildung als Landwirt beendet und arbeitete dann mehrere Jahre als Besamungstechniker. Weil mein Schwiegervater diesen Golfplatz besass, habe ich ihn schliesslich als Geschäftsführer übernommen.“ 

Landsgemeinde Appenzell

Die Landsgemeinde Appenzell wählte Ruedi Eberle am Wochenende zum Säckelmeister.

(Keystone)

Dann stieg er in die Politik ein, 2003 wurde er Mitglied des Kantonsparlaments. Bald leitet er die Gewerbefraktion. "Dabei fällt er mit markanten und gelegentlich kritischen Wortmeldungen auf", schreibt die Zeitung "Ostschweiz" über ihn.

Im Rat präsidiert er die Staatswirtschaftliche Kommission – was ihm Respekt von vielen Seiten einbrachte. Am vergangenen Wochenende wählte ihn die Landsgemeinde des Kantons unter drei Kandidaten zum Säckelmeister (Finanzdirektor) des Kantons.

"Der typische Appenzeller ist eher konservativ und trotzdem weltoffen. Und auch innovativ, geschäftstüchtig und gegenüber neuem sehr zurückhaltend. Das trifft auch alles auf mich zu. Darum fühle ich mich auch so wohl, obwohl ich hier gar nicht aufgewachsen bin", sagt Eberle.

 

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