"Venture Incubator" soll Jungunternehmern Start erleichtern

Mit dem von der Schweizer Wirtschaft und der ETH Zürich lancierten Projekt Venture Incubator sollen junge Start-ups bereits in der Startphase unterstützt werden. Insgesamt werden dafür 100 Mio. Fr. zur Verfügung gestellt.

Dieser Inhalt wurde am 26. Juni 2000 - 08:27 publiziert

Bei dem für die Schweiz neuartigen Projekt handle es sich nicht um ein klassisches Risikokapital-Unternehmen, wurde am Montag (26.06.) an der ETH Zürich beim Abschluss des Venture 2000-Wettbewerbs betont. Vielmehr sollen mit Venture Incubator Jungunternehmen in der kritischen Startphase unterstützt werden.

Grossunternehmen als Geldgeber

Hinter dem Projekt stehen als Kapitalgeber die Schweizer Unternehmen ABB, CS, Hilti, Holderbank, Nestlé, Novartis, Schindler, Sulzer, Suva, Swiss Re und die Zürcher Kantonalbank. McKinsey Schweiz und die ETH Zürich werden die Start-ups mit Beratung und Coaching unterstützen, wie es in einer Pressemitteilung heisst.

Laut McKinsey-Schweiz-Chef Thomas Knecht liegt die Schweiz bezüglich Risikokapital in der Frühphase noch deutlich hinter den USA und Europa zurück. Es mangle aber auch an professioneller Beratung, um die Überlebensquote von Neuunternehmen deutlich zu erhöhen. Für die Unterstützung wird Venture Incubator am Start-up- Unternehmen beteiligt.

"Brutkasten" für Jungunternehmer

Der Begriff Venture Incubator könne am ehesten mit "Brutkasten für Jungunternehmer" verdeutlicht werden, sagte Knecht. Das Projekt orientiere sich an den bereits bestehenden "Incubators" in den USA und soll bereits in den nächsten Monaten starten.

Gemäss einer von Knecht zitierten US-Studie existieren nach vier Jahren noch rund 80 Prozent der Unternehmen, die von einem "Incubator" unterstützt worden sind. Ohne professionelle Starthilfe reduziert sich dieser Anteil auf knappe 20 Prozent.

25 Teams präsentierten Konzepte

Um die Finanzierung des Geschäftsaufbaus sicherzustellen, brauche es für einen Start-up einen Kapitalbedarf zwischen 100'000 und 500'000 Franken. Nötig sei aber auch die rechtliche Beratung, beispielsweise für Forscherteams von Hochschulen, deren Geschäftsidee auf patentrechtlich geschützten Forschungen beruhe.

Mit dem Abschluss des Innovationswettbewerbes Venture 2000 präsentierten an der ETH Zürich 25 Forschungsteams ihre Geschäftsideen und Businesspläne. Diese stammen zu einem Grossteil aus dem dem Hightech-Bereich. Die Teams stammen aus Hochschulen der ganzen Schweiz mit den Schwerpunkten ETH Zürich und Lausanne sowie der Universität St. Gallen.

swissinfo und Agenturen

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