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"Worklink" als Rettung für Swisscom-Angestellte

Giorgio Pardini (l.), Charles Bélaz (m.) und Rainer Titze (r.) gründeten Worklink. Keystone

Der Swisscom-Umbau fordert Opfer. Für Angestellte, die ihre Arbeit verloren haben, wird beim Sozialplan ein neuer Weg gegangen: Eine neugegründete Gesellschaft soll sie vermitteln. Beteiligt sind Gewerkschaften, Swisscom und die Temporärfirma Manpower.

Dieser Inhalt wurde am 01. November 2000 - 08:14 publiziert

"Worklink" heisst die Aktiengesellschaft, die wegrationalisierten Swisscom-Angestellten über 50 Jahren helfen soll, eine neue Stelle zu finden. Sie wurde am Mittwoch (01.11.) gegründet. Daran beteiligt sind die Gewerkschaften zu 30 Prozent, die Swisscom zu 40 Prozent und der Stellenvermittler Manpower zu 30 Prozent.

Temporärarbeit mit Lohngarantie

Ziel der Gesellschaft ist es, die ehemaligen Swisscom-Angestellten in den Arbeitsmarkt zu überführen und ihnen damit Perspektiven zu öffnen. Solange sie für Worklink arbeiten, werden sie temporär eingesetzt und erhalten eine Lohngarantie: Wer beispielsweise eine Teilzeitarbeit von 50 Prozent vermittelt bekommt, erhält 70 Prozent des letzten Swisscom-Lohnes. Wer bis zum Alter von 60 Jahren keine Festanstellung gefunden hat, kann sich von der Swisscom frühpensionieren lassen.

Sozialpartner beteiligt

Die Swisscom hat sich nach eigenen Angaben mit Manpower als Mitbesitzer von Worklink das Know-how und die Infrastruktur eines flächendeckenden Personal-Dienstleisters gesichert, sagt Rainer Titze, Verantwortlicher für die Swisscom-Reorganisation.

Die Temporär-Platzierung der ehemaligen Swisscom-Angestellten hat, so Manpower-Direktor Charles Bélaz, zwei gewichtige Vorteile. Zum einem fühlten sich die Betroffenen mit der Worklink im Rücken weniger verunsichert und zum anderen sei es für einen Arbeitgeber einfacher, einen älteren Mitarbeiter zuerst temporär einzustellen.

Giorgio Pardini, Zentralsekretär der Gewerkschaft Syndicom, sieht Worklink als vorerst einzigen Versuch: "Die Swisscom ist in einer besonderen Situation, hier ist das Projekt eine gute Lösung. Ähnliche Projekte sind jedoch keine geplant", sagte er gegenüber swissinfo. Wie viele Leute von der Worklink profitieren werden, weiss er noch nicht. "Wir rechnen mit 200 bis 500 Personen."

swissinfo und Agenturen

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