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Alle Schweizer Balkan-Soldaten werden untersucht

Alle Schweizer Soldaten, die im Balkan im Einsatz standen, werden medizinisch untersucht.

(Keystone)

Alle Schweizer Soldaten, die im Balkan im Einsatz standen, werden medizinisch untersucht. Zudem soll im Einsatzgebiet gesammelte Kriegsmunition überprüft werden. Dies hat der Generalstab im Zusammenhang mit der Diskussion um Uran-Munition beschlossen.

Betroffen sind rund 900 Soldaten. Sie werden im Laufe der Woche kontaktiert, sagte Felix Endrich, stellvertretender Informationschef des Generalstabs, am Sonntag und bestätigte damit eine Meldung des "SonntagsBlicks".

Souvenirs werden auch überprüft

Am Donnerstag hatte der Generalstab lediglich angekündigt, die 153 seit 1999 im Kosovo stationierten Soldaten untersuchen zu lassen. Neben den medizinischen Untersuchungen aller Soldaten soll nun auch Kriegsmunition, die viele als Souvenir aus ihrem Einsatzgebiet mit nach Hause brachten, überprüft werden. Der Generalstab richtete am Sonntag (07.01.) zudem eine Hotline ein, bei der sich Leute melden können, die im Besitz von Kriegsmunition aus dem Balkan sind. Die Nummer der Hotline lautet 033/223-57-27.

Am Freitag war in Bern im Rahmen der internationalen Diskussion über die gesundheitliche Gefahr der NATO-Munition über das Risiko von Schweizer Soldaten und Mitarbeitenden von Hilfswerken im Kosovo und in Bosnien informiert worden.

Risiko "vernachlässigbar"

Oberfeldarzt Peter Eichenberger hatte dabei das Risiko einer Verstrahlung dieser Personen als "vernachlässigbar" eingestuft, da in ihrem Einsatzgebiet nach Angaben der NATO keine solchen Geschosse verwendet worden waren. Der Schweizer Armee seien bisher keine Krankheitsfälle im Zusammenhang mit der Munition bekannt.

Neu untersucht werden soll jedoch der Leukämietod eines Offiziers, der vor vier Jahren bei den Gelbmützen in Bosnien im Einsatz stand und zwei Jahre darauf starb. Ein Zusammehang mit der Verwendung von Uran-Munition gelte allerdings als unwahrscheinlich, sagte Eichenberger.

swissinfo und Agenturen

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