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Ascom: Fred Rüssli tritt ab

Zu den Gründen seines Rücktritts hat sich Rüssli nicht geäussert.

(Keystone Archive)

An der Spitze des Verwaltungsrates des Telecom- Konzerns Ascom kommt es zu einem Wechsel: Der Präsident tritt nach nur zwei Jahren im Amt zurück.

Nachfolger von Rüssli soll Juhani Anttila werden, der seit der letzten General-Versammlung Ascom-Verwaltungsrat (VR) ist.

Zudem wird der VR umfassend erneuert. Er wird nur noch aus fünf Mitgliedern bestehen und damit um zwei Personen verkleinert, wie Ascom am Montagabend mitteilte. Damit sei der VR klein aber schlagkräftig, sagte Ascom-Sprecher Stephan Howeg auf Anfrage.

Er könne sich nicht zu Rüsslis Rücktrittsgrund äussern, sagte Howeg weiter. Der Rücktritt habe jedoch keinen Zusammenhang mit dem Verlust, den die Ascom 2001 erlitt. Rüssli trete aus eigener Entscheidung aus dem VR zurück und suche eine neue Herausforderung.

Konzernchef neu im Verwaltungsrat

Der Berner High-Tech-Konzern Ascom wird seit Jahren immer wieder umgebaut - häufige Wechsel an der Spitze waren bereits seit längerem an der Tagesordnung (siehe Link).

Der nun designierte VR-Präsident Anttila ist Präsident und CEO von Swisslog Management AG und seit der letzten GV vom Mai 2001 Mitglied des Ascom-Verwaltungsrates. Neu sollen zudem Wolfgang Kalsbach, CEO der Micronas, Paul Erich Otth, CFO der UNAXIS, Frank Gulich, CEO der Müller-Möhl-Gruppe sowie Ascom-Konzernchef Urs T. Fischer im VR Einsitz nehmen.

Gulich soll als Vertreter des Grossaktionärs Müller-Möhl Peter Wick ersetzen. Die Doppelverantwortung Fischers als operativer Chef und Mitglied des Aufsichtsgremiums stellt laut Konzernsprecher Howeg kein Problem dar.

Die Verwaltungsräte Rolf-Dieter Leister, Raoul Stampfli und Heinrich Steinmann, deren Amtszeit in diesem Jahr abläuft, stellen sich nicht mehr zur Wahl. Die Hasler Stiftung stellt keinen neuen VR mehr. Wegen zeitlicher Belastung tritt laut Mitteilung Heinrich Meyr zurück. An der Generalversammlung vom 14. Mai sollen die Änderungen abgesegnet werden.

Rote Zahlen

Ascom rutschte in einem Jahr des radikalen Umbaus tief in die roten Zahlen. Für 2001 resultierte ein Konzernverlust von 395,5 Mio. Franken, gegenüber einem Gewinn von 67 Mio. im Vorjahr.

Das Ergebnis war belastet vom Einbruch der Telekommunikationsmärkte, von Sonderposten im Zusammenhang mit der Restrukturierung des Konzerns sowie Abschreibungen. Der Umsatz betrug 3,143 Mrd. Franken, auf die Million gleich viel wie im Vorjahr.

Nach einem Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 75 Mio. Fr. im Jahr 2000 schrieb der Konzern einen Betriebsverlust von 338 Mio. Franken. Der EBIT vor Sonderposten rutschte mit 41 Mio. Franken ins Minus.

Damit schnitt Ascom schlechter ab als von Analysten erwartet. Die Restrukturierungs-Kosten schlagen mit 26 Millionen zu Buche. Aus dem Verkauf des defizitären Bereiches Terminals resultiert ein Verlust von 144 Mio. Franken. Dazu kommen ausserplanmässige Abschreibungen im Umfang von 80 Millionen sowie Wertberichtigungen in der Höhe von 47 Mio. Franken.

swissinfo und Agenturen


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