Atel expandiert nach Italien

Die Aare-Tessin AG für Elektrizität (Bild: Flusskraftwerk Ruppoldingen) will ihre Position im italienischen Markt weiter ausbauen. Keystone

Das Konsortium Edipower, dem auch die Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel) angehört, übernimmt den italienischen Kraftwerkbetreiber Eurogen - für rund 5,5 Mrd. Franken plus Schulden.

Dieser Inhalt wurde am 18. März 2002 - 14:48 publiziert

Edipower habe den Zuschlag am Sonntagnachmittag erhalten, schreibt Atel in einer Mitteilung vom Montag. Atel erhalte damit eigene Produktionskapazitäten in Italien und könne ihre bereits starke Position im italienischen Markt weiter ausbauen.

Atel halte an Edipower einen Aktienanteil von 13,3%, sagte Atel-Sprecher Rolf Schmid. Der Leistungs- und Energieanteil beträgt 16,6%. Partner von Atel bei Edipower sind Edison, AEM Milano, AEM Torino sowie die Finanzinvestoren Unicredito, Interbanca und die Royal Bank of Scotland.

Zusätzlich zur Beteiligung an Edipower plant Atel in Italien eigene Kraftwerksprojekte. "Diese werden allerdings um einiges kleiner sein, als die Kapazitäten, die wir durch die Eurogen- Übernahme erhalten", sagte Schmid.

Eurogen ist mit einer Kapazität von 7008 Megawatt der zweitgrösste Stromproduzent Italiens. Das Unternehmen beschäftigt rund 2200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eurogen gehört zu den drei stromproduzierenden Tochterfirmen von Italiens Ex-Monopolist Enel, die dieser im Rahmen einer Liberalisierung des Strommarktes verkaufen muss.

Eine erste Enel-Tochter wurde bereits im letzten Juli verkauft: Ein vom spanischen Elektrokonzern Endesa angeführtes Konsortium ersteigerte den Stromproduzenten Elettrogen für 4 Mrd. Franken. Die dritte Enel-Tochter, Interpower, soll in den nächsten Monaten verkauft werden.

swissinfo und Agenturen

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