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Attraktiverer Bahn-Güterverkehr

Der Güterverkehrs-Transport per Bahn soll attraktiver werden - mit einem Bahnkorridor von rotterdam nach Mailand.

(SBB)

Die Bilder sind sattsam bekannt. Staus im Güterverkehr auf der Strasse, immer wieder, immer häufiger. Abhilfe schaffen könnte der Cargo-Transport mit der Bahn.

Doch auch auf der Schiene rollt nicht alles rund. Der Transport mit der Bahn muss zwischen Nordsee und Mittelmeer attraktiver werden.

"Schneller, besser, effizienter": Mit diesem Ziel vor Augen hatten der Schweizer Verkehrsminister Moritz Leuenberger und seine niederländische Amtskollegin Tineke Netelenbos vor Jahresfrist eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese hat nun ihren Bericht vorgelegt, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) bekannt gab.

Güterverkehrs-Korridor

Hauptvorschlag der Arbeitsgruppe ist es, zwischen Rotterdam und Mailand einen Güterverkehrs-Korridor einzurichten. Noch ist allerdings alles Zukunftsmusik. Leuenberger und Netelenbos wollen die Vorschläge aber laut UVEK rasch umsetzen.

Um die Attraktivität des Schienen-Gütertransportes zu steigern, muss in erster Linie am Preis, an der Qualität und an der Kapazität geschraubt werden. Dies ergaben die Umfragen der Arbeitsgruppe bei Bahnen, Operateuren und Spediteuren.

Bisher sei vor allem hinderlich gewesen, dass der Verkehr auf der Nord-Süd-Achse auf verschiedenen, national organisierten Netzen abgewickelt werden musste, hiess es weiter. Dem will man nun entgegenwirken.

Weitere Grenzen abbauen

Dazu sollen Lokomotiven und Lokführer grenzüberschreitend fahren und Fahrpläne gemeinsam erstellt werden. Die Arbeitsgruppe schlägt zudem ein vereinfachtes Zollverfahren und ein gemeinsames Korridor-Kontroll-Zentrum vor.

Von diesem aus soll die Korridor-Infrastruktur der betroffenen Länder koordiniert werden. Für eine wirkungsvolle Umsetzung der angepeilten Strategie sollen noch dieses Frühjahr die Kontakte mit Deutschland und Italien intensiviert werden.

UVEK sieht Vorteile für alle

Die Umsetzung des integrierten Korridor-Konzepts würde allen Markt-Teilnehmenden Vorteile bringen, teilte das UVEK weiter mit. Die Bahnkunden könnten in Zukunft mit pünktlicheren und günstigeren Transporten rechnen. Die Bahnunternehmen auf der anderen Seite profitierten von tieferen Management-Kosten und höheren Transport-Kapazitäten.

In der zweiten Jahreshälfte wollen sich die Minister von der gemischten Arbeitsgruppe erneut über den Stand der Umsetzung informieren lassen und über das weitere Vorgehen entscheiden.

Rita Emch und Agenturen


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