Auch am ersten Arbeitstag nach dem Datumswechsel keine Computer-Probleme

Die Krisenstäbe zur Behebung allfälliger Jahr-2000-Probleme in der Schweiz wurden am ersten vollen Arbeitstag nach dem Datumswechsel nicht gebraucht. Der Betrieb lief am Montag (03.01.) in allen Bereichen problemlos an.

Dieser Inhalt wurde am 03. Januar 2000 - 13:46 publiziert

Die Krisenstäbe zur Behebung allfälliger Jahr-2000-Probleme in der Schweiz wurden am ersten vollen Arbeitstag nach dem Datumswechsel nicht gebraucht. Der Betrieb bei Banken, Verwaltungen, Telekommunikationsindustrie und Elektrizitätswirtschaft lief am Montag (03.01.) problemlos.

Der erste Arbeitstag im neuen Jahr fiel vor allem durch seine Unauffälligkeit auf. Nach dem unbeschadet überstandenen Datumswechsel hielten die Computersysteme auch zum Wochenbeginn stand. “Alles läuft ganz normal, es ist ziemlich langweilig”, hiess es etwa beim Central Command Center (CCC) der Finanzwirtschaft in Zürich.

Allerdings war der Montag noch kein Valuta-Tag, Zahlungsaufträge werden erst ab Dienstag (04.01.) ausgeführt. Die Spezialisten rechneten aber mit einer problemlosen Wiederaufnahme der Geschäfte. Auch an der Schweizer Börse ruhte am Montag der Handel noch. Bereits gehandelt wurde an den asiatischen Märkten. Die Geschäftstätigkeit sei wie gewohnt aufgenommen worden, die Systeme arbeiteten normal, teilte die Grossbank UBS mit.

Auch die staatlichen Verwaltungen konnten ihre Arbeit am Montag ohne Probleme aufnehmen. “Der Start in den Alltag ist bestens vonstatten gegangen”, hiess es beim Bund. Es habe sich kein Millenniumskäfer in die Computersysteme geschlichen, meldeten auch die kantonalen Behörden. In Zürich hiess es sogar, das System laufe besser als vor dem Datumswechsel; Probleme die zu Weihnachten mit dem Internet aufgetreten seien, hätten behoben werden können.

Der Telefonverkehr lief ebenfalls normal, wie ein Sprecher des Telekommunikationskonzerns Swisscom auf Anfrage bestätigte. Es bestünden zwar noch vereinzelt Schwierigkeiten, doch rührten diese vom Weihnachtsorkan “Lothar” und nicht vom Datumswechsel her. Vereinzelte Störmeldungen gehörten zum Alltag.

Auch die Elektrizitätswirtschaft überstand den Datumswechsel unbeschadet. Der Alltag sei wieder eingekehrt, sagte eine Sprecherin des Verbands Schweizerischer Elektrizitätswerke (VSE) auf Anfrage. Probleme bestünden einzig noch wegen der Weihnachtsstürme. “Es gibt immer noch Leute, die keinen Strom haben”, sagte sie.

SRI und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen