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Ausbau der elektronischen Medien schadet Tamedia-Gewinn

Das Flaggschiff Tages-Anzeiger hat Leser eingebüsst. Zudem fliessen Millionenbeträge der Tamedia in TV3.

(Keystone)

Der Ausbau der elektronischen Medien hat beim Tamedia-Konzern im vergangenen Jahr das Ergebnis gedrückt. Der Gewinn fiel um fast einen Fünftel auf 105 Mio. Franken. Tamedia sucht zurzeit einen neuen Partner für den privaten Sender TV3.

An der Bilanz-Medienkonferenz vom Donnerstag in Zürich betonte Konzernchef Michel M. Favre die positiven Seiten der Entwicklung: Tamedia habe die Marktführerschaft im Schweizer Multimedia-Geschäft ausgebaut und nachhaltiges Wachstum generiert.

Der Umsatz des Medienkonzerns ist im Jahr 2000 um gegen sieben Prozent auf 822 Mio. Franken angestiegen. Beim Betriebsgewinn vor Abschreibungen resultierte ein Plus von drei Prozent auf 179 Mio. Franken.

Belastet wurde der Betriebsgewinn durch den Ausbau der elektronischen Medien (minus 69 Mio. Franken). Auch die Übernahme des Wirtschafts-Blatts "Finanz und Wirtschaft" wirkte sich aus. Unter diesen Umständen sank der Reingewinn um 19 Prozent auf 105 Mio. Franken.

Tamedia sei nicht in die elektronischen Medien eingestiegen, um schnelles Geld zu machen. Sondern man wolle die komplementären Chancen nachhaltig zu nutzen, sagte Verwaltungsratspräsident Hans Heinrich Coninx.

Tages-Anzeiger spürt Gratiszeitungen

Das Stammgeschäft Printmedien legte umsatzmässig um zwölf Prozent auf 713 Mio. Franken zu. Der "Tages-Anzeiger" spürte die Konkurrenz der Gratiszeitungen und büsste im letzten Jahr rund 11'000 Exemplare ein. Ein Rückgang im gleichen Umfang wird für 2001 angenommen, bevor sich die Lage stabilisiert.

Tamedia finanziert TV3 zurzeit allein und sucht neue Partner

TV3 sei es als grösstem Schweizer Privat-TV-Sender gelungen, hinter SF1 und dem deutschen RTL Platz drei bei den 15- bis 49-Jährigen zu besetzen, sagte Favre. Die Investitionen lägen im Budget, die Verluste darunter. Im laufenden Jahr sollen 45 Mio. in den Sender einfliessen, im vergangenen Jahr waren es nur 53 Mio. statt der budgetierten 60 Mio. Franken.

Beim Sender, der zur Hälfte der Scandinavien Broadcasting System (SBS) gehört, zeichnet sich zudem eine Änderung ab. SBS wolle sich auf die Märkte Holland, Ungarn, Polen und Skandinavien konzentrieren. Tamedia führt deshalb Gespräche mit anderen Partnern und stellt seit Januar die Finanzierung allein sicher. Es sei nicht Ziel, TV3 allein zu machen, sagte Favre.

Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit gehaltenden Umsätzen und einem weiteren Rückgang des Gewinns.

swissinfo und Agenturen


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