Avenir Suisse fordert mehr Bundes-Mitsprache bei UBS

SP und SVP fordern seit längerem grösseren staatlichen Einfluss auf die Konzernspitze der UBS. Jetzt plädiert auch Avenir Suisse, die wirtschaftsnahe Denkfabrik, für mehr Mitsprache des Bundes.

Dieser Inhalt wurde am 14. Februar 2009 - 12:35 publiziert

"Es ist klar, dass wenn der Staat soweit in die UBS eingestiegen ist, er auch die Verantwortung wahrnehmen müsste", sagte Avenir Suisse Chefökonom Boris Zürcher am Samstag auf DRS4 News, "vielleicht im Rahmen eines Verwaltungsratsmandates".

Laut Radio DRS sagte Zürcher, es könne nicht sein, dass der Staat eine Bank am Leben erhalte, die ohne Staatshilfe nicht mehr exisistieren würde, die Bank dann aber mache, was sie wolle.

Es sei eine "Schnapsidee", einen Bundesvertreter in den UBS-Verwaltungsrat zu schicken, findet im Gegensatz dazu der ebenfalls wirtschaftsnahe emeritierte Zürcher Bankenprofessor Hans Geiger im Interview mit der Zeitung Der Bund vom Samstag.

Es sei falsch zu glauben, der Staat sei gescheiter als die Industrie. Statt einer Mitsprache empfiehlt Geiger dem Bund, seine staatliche Unterstützung für die UBS möglichst bald zu reduzieren.

Die Parteileitung der Schweizerischen Volkspartei SVP, der auch Geiger angehört, plädiert wiederum für mehr Mitsprache des Bundes - wie die Sozialdemokratische Partei SP.

Doch hat diese Ansicht innerhalb der SVP zu heftigen Diskussionen geführt - wirtschaftsnahe Kräfte kritisieren dieses Ansinnen ihrer Parteileitung. "Die Eidgenossenschaft muss schauen, dass sie ihre sechs Mrd. Franken zurückbekommt", sagt Geiger, und nicht dass sie in den Verwaltungsrat der Bank einsteige.

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