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Banken: Nur 12 Mrd. Gewinn

Um den Paradeplatz in Zürich gibt es nicht viel zu feiern, aber wenigstens ist das Bankgeheimnis noch dicht genug, um Kunden zu halten.

(Keystone Archive)

Der Gewinn der Schweizer Banken brach im letzten Jahr um über einen Drittel auf 12,5 Mrd. Franken ein. Das ist das schlechteste Resultat seit vier Jahren.

Im Vorjahr hatten die 369 Schweizer Banken noch einen Gewinn von 19,5 Mrd. Franken erzielt. Für den Einbruch ist hauptsächlich der Kurseinbruch an den Börsen und die gedämpfte Konjunktur verantwortlich. Das geht aus dem Vorabdruck des statistischen Jahrbuchs der Schweizerischen Nationalbank "Die Banken in der Schweiz 2001" hervor.

Schweizer Finanzplatz intakt

Die schlechten Zahlen der Banken wurden in einer Zeit generiert, in der die ganze Weltwirtschaft in der Krise war. Für 2002 soll die Wirtschaft wieder anziehen. Wenigstens versprechen das die Spezialisten von der Konjunkturforschungsstelle der ETH in ihrem neuesten Bericht.

Dafür kommen strukturelle Probleme auf die Banken zu: Das Bankgeheimnis gerät international immer stärker unter Druck. Doch die Debatten um das Bankgeheimnis scheinen die Attraktivität des Finanzplatzes Schweiz im letzten Jahr nicht beeinträchtigt zu haben.

Zwar ging der Wert der in inländischen Kundendepots verwalteten Wertschriften um 8,5 Prozent auf 3,4 Billionen Franken zurück. Dabei müssten jedoch die Kursrückgänge berücksichtigt werden, wie ein SNB-Sprecher erklärte. Der Anteil der ausländischen Kunden erhöhte sich sogar leicht von 55,3 auf 55,9 Prozent. 43,8 Prozent des Depotbestands davon entfielen entfielen auf Privatkunden.

Weniger Kommissionen...

Markant gesunken ist laut der SNB der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft (-15,2 Prozent) sowie aus dem Handelsgeschäft (- 28,8 Prozent). Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft ging dagegen nur moderat um 3,6 Prozent zurück.

In den einzelnen Bankengruppen fielen die Einbussen unterschiedlich aus. Die Raiffeisenbanken mussten einen Rückgang von 4 Prozent, die Regionalbanken und Sparkassen von 6 Prozent und die Kantonalbanken von 16,7 Prozent hinnehmen.

... und Verluste bei den Privatbanken

Die stark im Asset Management und im Private Banking engagierten Banken erlitten kräftigere Gewinneinbussen. Bei den Grossbanken betrug der Rückgang 43,6 Prozent, bei den Privatbankiers 39,1 Prozent und bei den Auslandbanken 28,5 Prozent.

Trotz des Gewinnrückgangs nahm die Beschäftigung zu. Ende 2001 beschäftigten die Banken 120'439 Personen. Das waren 3791 oder 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zunahme fiel bei den Auslandfilialen (+6,0 Prozent) stärker aus als im Inland (+2,9 Prozent).

swissinfo und Agenturen

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