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Bauernverband schliesst weitere Protestaktionen nicht aus

Bauern-Protestkundgebung vor der COOP-Verteilerzentrale in Fribourg am 18. Dezember 2000.

(Keystone)

Bauernverbands-Präsident Hansjörg Walter schliesst weitere Protestaktionen der Landwirte nicht aus. Das Verhalten der Grossverteiler führe zu grossem Unmut bei den Bauern. Auch die Landwirtschaft müsse von steigenden Löhnen profitieren.

Nach den Protestaktionen in der Westschweiz vor Weihnachten müssten die Gespräche mit den Grossverteilern bald Ergebnisse bringen, sagte Walter an einer Medienveranstaltung des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) am Donnerstag (04.01.) in Nürensdorf (ZH).

Gefragt seien klare Signale, dass die Grossverteiler vermehrt eine partnerschaftliche Rolle spielen und auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen wollten. Dazu gehöre das Mitmachen in den Branchen-Organisationen.

Gegen weitere Preissenkungen

Insbesondere die Forderung nach weiteren Preissenkungen eines Grossverteilers habe den Unmut der Landwirte erregt. Auch seien die verbesserten Marktleistungen der Bauern bisher nicht bis zum Ladentisch durchgedrungen.

Der Anteil eines Konsumentenfrankens, der beim Bauern bleibe, sei zwischen 1988 und heute von 37 auf 24 Prozent gesunken. Demgegenüber seien die Verkaufspreise sogar um vier Prozent gestiegen. Dabei spielten die Grossverteiler mit ihrer Nachfragemacht eine grosse Rolle.

Kein Abbau der Marktstützung

Gegenwärtig stiegen die Löhne praktisch in allen Bereichen und die Unternehmen florierten, führte Walter aus. Von dieser Entwicklung dürfe die Landwirtschaft nicht abgekoppelt werden. Der Bauernberuf müsse attraktiv bleiben, damit weiterhin fähige, junge Leute einstiegen.

Auch an den Bundesrat stellte der SBV-Präsident Forderungen. Er solle auf eine weitere Senkung des Milchzielpreises verzichten und diesen gar um zwei Rappen erhöhen. Der Grenzschutz und die Marktstützungen dürften nicht weiter abgebaut werden. Der vom Parlament bewilligte Finanzrahmen sei voll auszuschöpfen. Weiter müsse die Landesregierung endlich eine transparente Deklaration durchsetzen. Diese werde immer mehr zur Existenzfrage für die Land- und Ernährungswirtschaft.

swissinfo und Agenturen




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