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Beschäftigungsbarometer steht auf hoch

Das Beschäftigungsbarometer deutet weiter auf Schönwetterlage. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm im vierten Quartal 1999 stärker zu als in den Vormonaten. Erstmals seit einem Jahr meldete der zweite Sektor mehr Stellen.

Dieser Inhalt wurde am 29. Februar 2000 - 11:07 publiziert

Das Beschäftigungsbarometer des Bundesamtes für Statistik BFS zeigt auf anhaltend schönes Wetter. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm im vierten Quartal 1999 stärker zu als in den Vormonaten. Erstmals seit einem Jahr meldete der zweite Sektor mehr Stellen. Die Unternehmen bezeichnen die Beschäftigungsaussichten überwiegend als gut.

Das BFS in Neuenburg veröffentlichte am Dienstag (29.02.) die Ergebnisse zweier vierteljährlicher Erhebungen zum Arbeitsmarkt. Gemäss der provisorischen Erwerbstätigenstatistik (ETS) waren Ende Jahr 3,884 Millionen Menschen erwerbstätig, 1,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Erfasst sind Personen, die mindestens sechs Stunden pro Woche einer Lohnarbeit nachgehen oder unentgeltlich in einem Familienbetrieb tätig sind. Die Zunahme ist die höchste seit dem dritten Quartal 1998 mit 1,2 Prozent. Nachher verlor das Wachstum an Schwung. Im Sommerhalbjahr 1999 lag es unter 0,5 Prozent. Von der zunehmenden Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt profitierten Frauen und Ausländer besonders, Männer und Schweizer unterdurchschnittlich.

Teilzeit weiter auf dem Vormarsch

Gemäss BESTA, die jede besetzte Stelle zählt, gingen Ende Jahr 3,543 Millionen Menschen einer Beschäftigung nach. Die Zunahme von 1,5 Prozent ist ebenfalls die grösste seit dem dritten Quartal 1998. Im zweiten Sektor nahm die Beschäftigung erstmals seit einem Jahr wieder zu, und zwar um 1,0 Prozent. Im dritten Sektor betrug die Zunahme 1,7 Prozent. Mit plus 3,1 Prozent sind die Teilzeitstellen weiter auf dem Vormarsch; die Vollzeitbeschäftigung nahm nur um 1,0 Prozent zu.

Innerhalb des zweiten Sektors gibt es laut BFS aber weiterhin kleine und mittelgrosse Branchen wie die Herstellung von Bekleidung und Pelzwaren und das Textilgewerbe mit zum Teil deutlichem Stellenschwund. Das Baugewerbe bot dagegen 2,6 Prozent mehr Stellen an als vor einem Jahr, auch wenn saisonbedingt ein Rückgang gegenüber dem dritten Quartal zu verzeichnen war.

Die zur Exportbranche Nummer 1 aufgerückte Chemieindustrie steigerte die Zahl der Stellen innert Jahresfrist um 2,1 Prozent, die Maschinenindustrie um 0,8 Prozent. Im Dienstleistungssektor verzeichneten fast alle Branchen ein Beschäftigungswachstum, vor allem die Luftfahrt und die Informatik. In diesen beiden Branchen melden überdurchschnittlich viele Branchen einen Mangel an qualifziertem Personal. Keine Trendwende in Sicht

Rund 86 Prozent der Betriebe beurteilten die Entwicklung bezüglich Beschäftigung in ihrem Betrieb im ersten Quartal dieses Jahrs als positiv oder mindestens befriedigend. Die Aussichtsbeurteilungsziffer blieb damit im Vergleich zum Vorquartal mit 122 Punkten stabil. Ein höherer Wert wurde letztmals 1990
registriert.

SRI und Agenturen

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