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Blatter wieder gewählt

Sepp Blatter: Wieder geschafft!

(Keystone)

Joseph Blatter bleibt Präsident des Weltfussballverbands FIFA. Er setzte sich am ausserordentlichen FIFA-Kongress in Seoul gegen den Kameruner Issa Hayatou durch.

Damit wurde der 66-jährige Schweizer für eine zweite Amtszeit von vier Jahren gewählt. Blatter gewann die Kampfwahl gegen seinen afrikanischen Herausforderer bereits im ersten Wahlgang, in dem ein Zweidrittelsmehr erforderlich war. Der Walliser erreichte 139 Stimmen, Hayatou nur deren 56.

Bei seiner Wiederwahl als FIFA-Präsident für eine zweite Amtszeit erhielt Blatter am FIFA-Kongress vor allem Unterstützung von den Delegierten aus Nord- und Südamerika, der Karibik und Nordafrika.

Riesenkonflikt

Der Wahl war ein beispielloser Konflikt innerhalb der FIFA vorausgegangen, bei dem Blatter vom Generalsekretär des Weltverbands, seinem Landsmann Michel Zen-Ruffinen, des Missmanagements und der Korruption beschuldigt worden war.

Vor der Abstimmung lieferten sich die FIFA-Delegierten in Seoul lange und emotionsgeladene Debatten. Das gegnerische Lager mit Vertretern aus europäischen Staaten und Südafrika warf dem Walliser Blatter vor, die FIFA wie ein Fürst geführt und an den Rande des Bankrotts gebracht zu haben.

Früher mit Herz, heute mit Überzeugung

Unmittelbar vor der Wahl sagte Blatter den Delegierten, er habe vor vier Jahren noch zögernd, aber mit viel Herz, als FIFA-Präsident kandidiert. Heute könne er mit Überzeugung kandidieren, fügte er hinzu.

Die FIFA-Mitglieder rief er dazu auf, seine Ausbildungs- und Entwicklungs-Projekte zu unterstützen. Die jungen Leute in Entwicklungsländern, die von der FIFA unterstützt würden, könnten zwar nicht alle Champions werden, wohl aber bessere Menschen, sagte er.

Hayatous Ruf nach frischem Wind

Blatters Herausforderer Issa Hayatou hatte vor der Wahl für einen neuen Wind in der FIFA plädiert, für neue Dynamik und eine neue Stärke. Er wolle der Mann sein, der die FIFA in diese Richtung führe.

"Die FIFA kann nicht in einem Dunst von Geheimnissen leben", sagte er und forderte, dass die Organisation ihre Konten offenlege. Zudem verlangte der Kameruner, dass die Amtszeit von FIFA-Präsidenten auf acht Jahre beschränkt werde.

Entwicklungs-Programme

Blatter war vor vier Jahren in Frankreich erstmals zum FIFA-Präsidenten gewählt worden. Er konnte sich damals gegen den ebenfalls kandidierenden UEFA-Chef Lennart Johannsson durchsetzen.

Der Nachfolger des früheren Präsidenten Joao Havelange versprach damals, sich für Entwicklungs-Programme im Bereich des Fussballs einzusetzen und die Weltmeisterschaft nach Afrika zu vergeben. Kritiker sagten damals, dass Schmiergeld ebenfalls zur Wahl Blatters verholfen habe.

swissinfo und Agenturen


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