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Blick in die Lohntüten der CSG

CSG-Chef Lukas Mühlemann will (noch) nicht öffentlich über seinen Lohn sprechen.

(Keystone)

Die Topmanager der Credit Suisse Group (CSG) haben letztes Jahr Löhne von insgesamt 135,5 Mio. Franken erhalten. Wieviel CS-Chef Mühlemann erhielt, bleibt im Dunkeln.

Mitte April hatte UBS-Chef Marcel Ospel seinen Lohn offen gelegt: An der Generalversammlung der Grossbank in Basel gab Ospel bekannt, er habe im Jahr 2001 insgesamt 12,5 Mio. Franken in bar, Aktien und Optionen bezogen.

Offenbar fühlte sich die Konkurrentin CSG nach der Offenlegung bei der UBS im Zugzwang, bei ihren Spitzenlöhnen ebenfalls mehr Transparenz walten zu lassen: In ihrem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht gibt die Grossbank bekannt, dass der 9-köpfige Verwaltungsrat im letzten Jahr insgesamt 2,6 Mio. Franken kassierte. Der Betrag wurde in Form von Namenaktien entrichtet, die während vier Jahren gesperrt sind.

Mühlemann hält sich bedeckt

In diesem Betrag nicht enthalten sind die Bezüge von Verwaltungsrats-Präsident und Konzernchef Lukas Mühlemann. Er erhalte als VR-Mitglied keine separate Entschädigung, heisst es im Geschäftsbericht.

Da die Schweizer Börse (SWX) verlangt, dass in den Geschäftsberichten für das Jahr 2002 der jeweils höchste Bezug eines VR-Mitglieds offengelegt wird, dürften dereinst auch Mühlemanns Bezüge bekannt werden.

Mühlemanns Schweigen über sein Einkommen regt immer wieder zu mehr oder minder spekulativen Schätzungen an: So schätzte etwa kürzlich die "SonntagsZeitung" Mühlemanns Jahres-Einkommen auf 15 Mio. Franken.

Lukas Mühlemann stösst in Aktionärskreisen zunehmend auf Kritik, weil er sowohl das Präsidium im Verwaltungsrat als auch die Konzern-Führung auf sich vereinigt. Auch die Anlagestiftung Ethos hat derartige Doppelmandate verschiedentlich kritisiert.

Löhne an Topmanagement

Mehr Transparenz als beim Konzernchef schafft der Geschäftsbericht beim 28-köpfigen CSG-Topmanagement: Es kassierte eine Gesamtentschädigung von 135,5 Mio. Franken. Darin sind auch Bonuszahlungen in bar und in Form von Wertpapieren enthalten. Die CSG leistete überdies Pensionskassen-Beiträge von rund 4 Mio. Franken.

Für 2001 erhielten die Mitglieder des Topmanagements gesamthaft 478'621 Aktien oder Awards, die auf vier Jahre gesperrt sind. Die Papiere hatten gemäss den Angaben einen Wert von je 70,65 Franken.

Überdies wurden den Mitgliedern des Topmanagements insgesamt gut 1,1 Millionen Optionen mit einem Ausübungspreis von 65,75 Franken je Aktie ausgegeben, die nach drei Jahren ausgeübt werden können und nach zehn Jahren verfallen.

swissinfo und Agenturen


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