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BSE-Krise: Schweiz will Knochenmehl in Deutschland verbrennen

Das neue Braunkohle-Kraftwerk Boxberg bei Dresden. In modernen Kraftwerken können Abfälle umweltverträglich mitverbrannt werden.

(Keystone)

Neue Entsorgungswege für Schweizer Knochenmehl: Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) holt momentan bei deutschen Amtstellen Bewilligungen ein, um 10'000 Tonnen Knochenmehl in Braunkohle-Kraftwerken verbrennen zu lassen.

Das seit Anfang Jahr auf Grund der BSE-Krise in der Schweiz erlassene generelle Tiermehlfütterungs-Verbot schafft Entsorgungs-Probleme für Schlachtabfälle. Während die jährlich 40'000 Tonnen Fleischmehl voraussichtlich in Schweizer Zementwerken verbrannt werden können, gehe dies bei den 20'000 Tonnen Knochenmehl nicht.

Knochenmehl führt wegen des hohen Phosphat-Gehaltes zu Problemen bei der Zementproduktion. Wie Mathias Tellenbach, stellvertretender Chef der Abteilung Abfall im BUWAL, am Donnerstag (08.03.) einen Bericht von Radio DRS bestätigte, will man deshalb 10'000 Tonnen Knochenmehl in deutschen Braunkohle-Kraftwerken verbrennen lassen. Entsprechende Gesuche von Firmen, die Schlachtabfälle verarbeiten, liegen vor.

Umweltverträgliche Verbrennung

Die für die Verbrennung vorgesehenen Kohle-Kraftwerke seien speziell dafür eingerichtet und verfügten im Rahmen der deutschen Immissionsschutz-Verordnung über eine Zulassung zum Mitverbrennen von Abfällen. Die Verbrennung erfolge umweltverträglich.

Zur Zeit werden vom BUWAL die entsprechenden Bewilligungen eingeholt. Zudem müssen die schweizerischen und deutschen Veterinärstellen diese Ausfuhr bewilligen. Die Entsorgungs- und Transportkosten für die 10'000 Tonnen Knochenmehl werden auf jährlich bis zu 2,5 Mio. Franken geschätzt.

Tellenbach rechnet damit, dass die Bewilligungen bis spätestens April oder Mai eintreffen werden. Die restlichen 10'000 Tonnen Knochenmehl, die nicht exportiert werden, sollen in der Schweiz in speziellen Feuerungen für Altholz, Papier oder Klärschlamm verbrannt werden.

swissinfo und Agenturen


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