Bundesgelder für 200 Integrations-Projekte

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Rund 200 Projekte zur Ausländer-Integration können von der erstmaligen Unterstützung des Bundes profitieren. Die Eidgenössische Ausländerkommission (EKA) hat von 400 eingegangenen Gesuchen gut die Hälfte bewilligt, wie die EKA mitteilte. Die vorhandenen 10 Mio. Franken reichten aber nicht aus.

Dieser Inhalt wurde am 09. Juli 2001 - 12:13 publiziert

Neben der politischen Arbeit sei die direkte Integrations-Förderung eine wichtige Aufgabe der EKA, sagte Kommissions-Präsidentin Rosemarie Simmen am Montag (09.07.) vor den Medien. Dafür stellte der Bund dieses Jahr erstmals Mittel zur Verfügung. Die EKA wählte nun aus den eingegangenen Projektanträgen rund 200 Vorhaben aus, die realisiert werden.

Die Gesuche umfassten Projekte für insgesamt 40 Mio. Franken. Für nächstes Jahr müsse der Bundesbeitrag mindestens auf 20 Mio. Franken verdoppelt werden, sagte Simmen. Es seien auch berechtigte Gesuche abgelehnt worden. Der Start sei aber geglückt. Das Vorhaben befinde sich im Steigflug, und es wäre nun verhängnisvoll, Schub wegzunehmen. Die EKA hoffe, dass das Parlament die Beiträge nun kontinuierlich erhöhe, um die Weiterführung der bewilligten und neuen Projekte zu ermöglichen.

Kleine und mittlere Projekte

Die EKA entschied sich angesichts der grossen Zahl der Anträge dafür, viele kleine und mittlere Vorhaben zu finanzieren, wie EKA-Vizepräsident Walter Schmid sagte. Die Integrations-Förderung des Bundes solle als Impulsprogramm funktionieren. Nicht berücksichtigt wurden Projekte, die bereits existierende Aufgaben von Bund, Kantonen oder Gemeinden beinhalteten. Keine Mittel erhielten etwa Sprachkurse in Volksschulen oder Beschäftigungs- und Berufsbildungs-Programme.

Die von der EKA ausgewählten Projekte wurden vom Bundesamt für Ausländer alle genehmigt, wie Schmid weiter ausführte. Die EKA werte dies als gutes Zeichen für künftige Zusammenarbeit.

Am meisten Projekte im Kanton Zürich

Mit den vom Parlament bewilligten 10 Mio. Franken sollen Sprachförderung, der erleichterte Zugang zum gesellschaftlichen Leben und die Stärkung der Ausländerdienste unterstützt werden. Von den 10 Mio. für das laufende Jahr wurden 9,6 Mio. Franken vergeben. Nach Kantonen wurden im Kanton Zürich mit 993'000 Franken am meisten Projekte bewilligt, nämlich 47. An zweiter Stelle folgt Basel-Stadt mit 670'000 Franken für zwölf Projekte.

Auffallend wenig Vorhaben wurden im ausländerreichen Kanton Genf bewilligt. Schmid begründete dies mit den bereits grossen Anstrengungen des Kantons in der Integrations-Förderung. Deshalb seien wohl wenig Anträge eingegangen. Es gebe aber auch Lücken, wie etwa im Kanton Thurgau. Von dort seien trotz eines grossen Ausländeranteils wenig Projekte eingegangen.

swissinfo und Agenturen

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