Navigation

Bundespräsident Adolf Ogi: Automobilsalon ist Spiegel der Innovationen

In Genf wurde am Donnerstag (02.03.)der 70. Automobilsalon eröffnet. Bundespräsident Adolf Ogi (Bild) nutzte die Plattform der Eröffnungsfeier für eine politische Rede. Dabei setzte er sich insbesondere vehement für die Annahme der EU-Verträge ein.

Dieser Inhalt wurde am 02. März 2000 - 14:51 publiziert

Mit einen Appell gegen "halbe Sachen" aller Art hat Bundespräsident Adolf Ogi (Bild) am Donnerstag (02.03.)den 70. Internationalen Automobilsalon Genf eröffnet. In einem Plädoyer für Mobilität und die Bilateralen prangerte er die Verkehrshalbierungs-Initiative an. Erneut mahnte er auch die Wirtschaft an ihre Verantwortung.

Alles sei durch zwei teilbar, Militärausgaben, Strassenverkehr, ein Fussballspiel und selbst seine Partei, hielt Bundespräsident Ogi gemäss dem vorab veröffentlichten Redetext im Palexpo fest. Diese Lösung sei allerdings zu einfach, wolle doch auch niemand halbierte Löhne.

Das wirtschaftliche Wachstum dürfe jetzt nicht gebremst werden, bekräftigte Ogi das Nein das Bundesrats zur anstehenden Verkehrshalbierungs-Initiative. Arbeitsplätze wie auch die individuelle Freiheit stünden auf dem Spiel. Die Initiative sei zu extrem und gefährde auch die bilateralen Verträge mit der EU.

Die Schweiz verdanke ihren Wohlstand nicht zuletzt der Mobilität, hob Ogi die Bedeutung des Automobils und der Bahnen als Freiheitsfaktor hervor. Die Transportwege gehörten zu den wertvollsten Ressourcen der Schweiz als Wegkreuz im Zentrum Europas.

Autosalon als "Spiegel der Innovationen"

Der Bundespräsident würdigte den Automobilsalon als Spiegel der Innovationen bei den Spitzentechnologien für Sicherheit, Energie, Umweltschutz und Design. Der Salon erinnere ihn aber auch an die gemeinsame Verantwortung in der fortschreitenden Globalisierung. Davon sei der Automobilsektor besonders betroffen. Ogi wiederholte seinen Davoser Appell an die wirtschaftlichen Entscheidungsträger und Politiker, Verantwortung zu übernehmen.

Ogi verdankte weiter die Leistungen von Generaldirektor Rodolphe Huser, der nach 38 Ausgaben des Automobilsalons zurücktritt. Jean-Marie Revaz, Präsident des Salon-Komitees, strich hervor, dass der durchschnittliche Treibstoffverbrauch seit 1974 um die Hälfte gesunken sei. Um über 70 Prozent hätten seit Mitte der 80-er Jahre die Abgasemissionen abgenommen. Und die neueste Autogeneration sei zu 90 Prozent wiederverwertbar.

Revaz zeigte sich überzeugt, dass die Technik das ideale Emissionsniveau von quasi Null nach und nach erreiche. Es sei wichtig, die Bemühungen der Autoindustrie für umweltfreundlichere Produkte zu zeigen, sagte der Genfer Regierungspräsident Guy-Olivier Segond.

Der 70. Internationale Automobilsalon Genf erwartet bis zum 12. März rund 700'000 Besucher aus aller Welt. Unter dem Motto "Unterwegs ins dritte Jahrtausend" wird ein Feuerwerk an Premieren und Neuheiten geboten, und zwar vom Sparmobil bis zu PS-Boliden. Eine neuer Sektor "Freizeitauto" soll den Zeitgeist ebenfalls widerspiegeln. Aber auch das Internet fährt ganz vorn in der Automobilbranche mit. Sie will die Möglichkeiten von Web und E-Commerce zur Produktivitätsteigerung voll ausschöpfen.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.