Bundespräsidentin Ruth Dreifuss zu Gesprächen über die europäische Integration in Finnland

Bundespräsidentin Ruth Dreifuss ist am Donnerstag (30.09.) zu einem eintägigen Arbeitsbesuch nach Finnland gereist. Im Zentrum ihrer Gespräche mit dem finnischen Staatschef Martti Ahtisaari (Bild) stand die europäische Integration.

Dieser Inhalt wurde am 30. September 1999 - 14:34 publiziert

Bundespräsidentin Ruth Dreifuss ist am Donnerstag (30.09.) zu einem eintägigen Arbeitsbesuch nach Finnland gereist. Im Zentrum ihrer Gespräche mit dem finnischen Staatschef Martti Ahtisaari (Bild) stand die europäische Integration.

Da Finnland noch bis Ende Jahr die Präsidentschaft der Europäischen Union innehat, prägten die bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU sowie deren Ratifizierung die Gespräche in der finnischen Hauptstadt.

Staatspräsident Ahtisaari erklärte, Finnland wolle die bilateralen Verträge zwischen der EU und der Schweiz rasch ratifizieren. Dreifuss betonte in Helsinki, dass für die Schweiz nach der europäischen Integration die Beziehungen zu den Vereinten Nationen eine nächst Priorität seien. Die Schweiz könne von den Erfahrungen Finnlands mit internationalen Organisationen lernen.

Bundespräsidentin Dreifuss kam bei ihrem Besuch auch mit der finnischen Sozial- und Gesundheitsministerin Maijo Perho und mit Kulturministerin Suvi Linden zu Gesprächen zusammen.

In den vergangenen zehn Jahren kam es aufgrund der europäischen Integrationsbemühugen zu vermehrten Kontakten zwischen der Schweiz und Finnland. Beide Länder gehörten der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) an. Anders als die Schweiz wählte das ebenfalls neutrale Finnland aber bei der europäischen Integration den Weg über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und schliesslich 1995 den Beitritt zur EU.

Wirtschaftlich sind die Bande zwischen der Schweiz und Finnland geprägt von Exporten und Importen in der Maschinen-, Metall- und Apparateindustrie; dazu kommen die Bereiche Chemie und Papier. Während die Ausfuhren aus der Schweiz im ersten Halbjahr '99 um 6 Prozent sanken, stiegen die Einfuhren um 42 Prozent.

Mit 810 Millionen Franken (0,6 Prozent der schweizerischen Einfuhren) war Finnland 1998 Lieferland Nummer 18; als Abnehmerland lag es mit 794 Millionen Franken (0,7 Prozent der schweizerischen Exporte) an 27. Stelle. Damit ergab sich für die Schweiz ein Handelsbilanzdefizit von 16 Millionen Franken.

Ende Juni 1999 lebten 1'173 Schweizerinnen und Schweizer (davon 839 Doppelbürger) in Finnland. Die Zahl der finnischen Staatsangehörigen in der Schweiz lag Ende April dieses Jahres bei 2075.

SRI und Agenturen

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