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Bundesrat Deiss fordert Normen für nachhaltige Landwirtschaft

Bundesrat Joseph Deiss (l.) und Alt-Bundesrat Otto Stich begutachten am Rande der Kongress-Eröffnung einen Bio-Apfel. Keystone

An der Eröffnung der "IFOAM 2000", des weltgrössten Kongresses zum Thema Biolandbau, hat Bundesrat Joseph Deiss am Montag (28.08.) in Basel die Einführung von weltweit anerkannten Umweltstandards für nachhaltige Landwirtschaft gefordert.

Dieser Inhalt wurde am 28. August 2000 - 16:41 publiziert

Biologischer Landbau als Chance

Einerseits seien gesunde und erschwingliche Nahrungsmittel ein lebenswichtiger Beitrag, andererseits sei die Landwirtschaft als Schützerin und Erhalterin der Umwelt von grosser Bedeutung, sagte Deiss weiter. In der Schweiz habe sich die Agrarpolitik in den 90er Jahren zugunsten einer ökologischeren Landwirtschaft gewandelt.

Für die Schweizer Bauern stelle der biologische Landbau eine gute Chance dar, die sinkenden Preise aufzufangen, sagte Deiss. Für Kleinbauern in Entwicklungsländer sei es aber nicht möglich, die diese Möglichkeiten aber für Kleinbauern in Entwicklungsländern nicht im gleichen Masse ausschöpfbar, mahnte der Aussenminister.

Rasante Entwicklung

Auf die rasante Entwicklung des biologischen Landbaus ging auch Alt-Bundesrat Otto Stich ein. Stich ist Stiftungsratspräsident des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), welche den diesjährigen Kongress organisierte.

Stich, der an die erste IFOAM-Wissenschaftstagung erinnerte, die 1977 in Sissach nahe Basel durchgeführt worden ist, betonte, der Weg von der ersten zur diesjährigen 13. Konferenz sei eine phantastische Erfolgsgeschichte.

Vor 23 Jahren sei der organisch-biologische und der biologisch-dynamische Landbau auf nur wenigen Musterbetrieben praktiziert worden, sagte Stich. Heute könnten in vielen Ländern Bioprodukte bequem im Supermarkt eingekauft werden.

Auftakt mit Bio Marché An der Eröffnungssitzung nahmen unter anderen auch der Präsident der Agrarkommission des Europäischen Parlaments Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, die Gewinnerin des alternativen Nobelpreises, Maria del Carmen Perez aus Kuba und Coop-Direktor Anton Felder teil.

Der Auftakt zur Konferenz des internationalen Dachverbandes der biologischen Landwirtschaft (International Federation of Organic Agriculture Movements IFOAM) hatten am Wochenende der "3. Bio Marché" in Zofingen AG sowie ein Seminar zu "Bio im Supermarkt" und ein Weinbaukongress gebildet.

Die IFOAM wurde 1972 in Frankreich gegründet. Heute vereinigt der Verband nach eigenen Angaben 770 Mitgliederorganisationen in 107 Ländern. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem auch die Festlegung von Basisrichtlinien für den biologischen Landbau und das Angebot einer internationale Qualitätsgarantie für biologische Produkte.

swissinfo und Agenturen

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